Musiker kommt im Oktober ins Pier 2

Laith Al-Deen: Die Kunst des Loslassens

Laith Al-Deen gab gestern vor seinem „Breminale“-Auftritt ein Interview in der Hotel-Lobby. - Foto: Seegers

Bremen - Von Nina Seegers. Gestern hat er noch das „Baronesse“-Zelt auf der „Breminale“ gerockt und schon mal ein, zwei Songs von seiner gerade veröffentlichten Platte „Bleib unterwegs” gespielt. Zwischen Soundcheck und Auftritt spricht Laith Al-Deen im Interview mit unserer Zeitung über Musik, die Kunst loszulassen und die Jägermeister-Eismaschine namens „Hilde“.

„Bleib unterwegs” heißt also sein neues Album und ja, Laith Al-Deen ist viel unterwegs zurzeit, macht Promotion, spielt auf Festivals und bereitet die große Deutschland-Tournee vor, die ihn am 14. Oktober auch zurück in die Hansestadt ins Pier 2 führt. „Ich war bestimmt schon 20-mal in Bremen, aber deswegen kann ich nicht wirklich sagen, dass ich die Stadt kenne”, sagt Al-Deen und ergänzt: „Leider fehlt einem ja meistens die Zeit.” Immerhin hat er sich aber schon mal von der Sängerin und Radio-Bremen-Moderatorin Lea Finn durch die Stadt führen lassen, erzählt er, und saß das ein oder andere Mal mit seinen Bandkollegen ganz entspannt am Deich. Laith Al-Deen ist ein lockerer, sympathischer Typ. Für das Interview hat er sich Zeit genommen.

Der Sohn eines Irakers und einer Deutschen prägt schon seit 16 Jahren die deutsche Musiklandschaft. Der Durchbruch gelingt ihm 2000 mit dem Song „Bilder von Dir”, danach folgen weitere Hits wie „Alles an Dir” und „Dein Lied”. Seine neueste Platte „Bleib unterwegs” ist nun bereits sein neuntes Studioalbum. Hierfür hat Al-Deen zum ersten Mal mit dem Produzenten Udo Rinklin zusammengearbeitet, der schon Platten für „Die Happy”, „Tonbandgerät” und Philipp Poisel produziert hat. „Normalerweise bin ich ein ziemlicher Kontroll-Freak, aber dieses Mal habe ich mich an vielen Stellen ganz bewusst einfach mal rausgehalten.” Loszulassen sei derzeit ohnehin ein großes Thema in seinem Leben und dem neuen Album. „Und es geht darum, Frieden zu schließen mit Veränderungen und sich selbst”, sagt der gebürtige Karlsruher.

Al-Deen weiß nur allzu gut, wie es ist, in Unfrieden mit sich zu leben. Denn nach dem Mega-Erfolg folgte ein Burnout, der Musiker selbst bevorzugt das Wort Lebenskrise. „Ich habe aber zum Glück rechtzeitig reagiert und mir Hilfe gesucht. Mich zu öffnen, hat mir extrem geholfen und spiegelt sich natürlich auch in meiner Musik wider.” Al-Deen hat seine Dämonen jedenfalls besiegt und kann wieder unbeschwerter durchs Leben gehen. Nicht ganz unbeteiligt daran ist wohl auch „Hilde“ – eine Jägermeister-Eismaschine. „Die haben wir mal in Rostock einem Wirt abgekauft. Danach hat sie unsere Band auf Tour lange begleitet“, sagt Al-Deen lachend.

Aber zurück zu seiner neuen Platte: „Bleib unterwegs“ ist eine Mischung aus Elektro, Akustik, Pop und Rock. Großes Ohrwurmpotential hat zum Beispiel „Nichts, was es nicht gibt”. Das Duett mit der Hamburger Sängerin Cäthe feiert das Leben und ist eine euphorische Liebeserklärung an die Liebe.

Tickets für das Konzert am 14. Oktober in Pier 2 gibt es in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

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