Ausstellung in markantem Nachkriegsbauwerk

Künstler in der Bremer Tabakbörse

Ortstermin unter der charakteristischen Tageslichtdecke der Tabakbörse – vier der beteiligten Künstler stehen an einem Tisch.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die Tabakbörse ist eines der markantesten Gebäude in der Überseestadt, ein Überbleibsel aus alten Hafen- und Handelszeiten. Jetzt wird die Tabakbörse zur Kunstbörse. Bernd Asbrock, Kirsten Kosubek, Susanne Meyer, Ute Modlmeier, Dirk Mühlenstedt, Anne Müller, Andreas Pape, Rainer Schmidt, Matthias Scholl, Rita Violante, Barbara Wiebe – elf Künstler sind es, die ihre Arbeiten jetzt in der Tabakbörse zeigen. Am Sonntag, 16. Oktober, um 11 Uhr. Sowie am am 22. und 23. Oktober in der Zeit von 11 bis 16 Uhr.

„Geschichte, Architektur und Standort des außergewöhnlichen Gebäudes machen es für die Kunst interessant“, so der Ausstellungsteilnehmer Rainer Schmidt aus Stuhr. „Besonders das markante, ,zackige‘ Dach ist vielen bekannt und bemerkenswert, da es durch seine Bauweise kaum unnatürliche Lichtquellen nötig macht, obwohl es nach Norden ausgerichtet ist.“

Die Tabakbörse am Speicherhof, ein Bauwerk des Bremer Architekten Erik Schott, gilt als besonderes Beispiel für bremische Industriearchitektur der Nachkriegszeit. 1962 eröffnet, stammt es aus einer Zeit, in der Rauchen noch als schick und mondän galt. Die Gründung der Börse am Hansator war die Folge einer handelspolitischen Entwicklung. Sumatra, Java – vor 1959 hatten die indonesischen Plantagenbesitzer ihren Tabak in Rotterdam und Amsterdam verkauft. Dann überwarfen sich die Holländer und die indonesische Regierung. Gewinner des Streits wurde Bremen. Gehandelt wurde unter Aufsicht einer staatlichen Kommission. Tabakhändler aus aller Welt reisten dafür nach Bremen.

Rundgang durch das „Kaleidoskop“

„Kaleidoskop“ – so heißt die gegenwärtige Ausstellung in der Schwachhauser Galerie von Corona Unger (Georg-Gröning-Straße), sie kombiniert Malerei und Skulptur. Zu sehen sind Arbeiten der Künstler Bim Koehler und Harald Pompl. „Bim Koehler zeigt in seiner Malerei ein besonderes Interesse an farbigen Interaktionen und Relationen“, so Galeristin Unger. „Harald Pompl arbeitet mit Kunstharz, das gegossen, geschliffen und zu polymorphen Objekten geformt wird.“ Morgen, Donnerstag, spricht Unger in ihrer Galerie über die beiden Künstler.

Ihr Vortrag „Farbwelten – tief und plastisch“ beginnt um 18 Uhr. Anschließend folgt ein Rundgang durch die Ausstellung – durch das „Kaleidoskop“, sozusagen. Die Ausstellung dauert noch bis Sonntag, 23. Oktober.

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