Kosten, Kräfte und Container

Senat beschließt Kita-Ausbau

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Kinder- und Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) und Staatsrat Frank Pietrzok.

Bremen - Fehlende Plätze, fehlende Erzieher – Bremens Senat hat sich am Dienstag mit dem dringend notwendigen Kita-Ausbau beschäftigt. Bremen braucht nach aktuellen Prognosen bis zum Kindergartenjahr 2019/20 insgesamt 4 163 zusätzliche Plätze. Und 780 weitere Vollzeitstellen für Fachkräfte.

Für den Bau zusätzlicher Kitas werden bis 2020 deshalb 196 Millionen Euro gebraucht, sagte Kinder- und Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD). Die Kosten für die Betreuungskräfte kommen noch dazu.

Nun hat der Senat den ebenfalls dringend notwendigen kurzfristigen Kita-Ausbau auf den Weg gebracht. „Wir müssen aufholen und uns selbst beim Laufen überholen“, beschrieb die Senatorin die Situation. „Wir arbeiten weiterhin mit Hochdruck daran, dass die 23 zusätzlichen Kindertageseinrichtungen, die für den Übergang notwendigen Mobilbauten aus dem Sofortprogramm, möglichst schnell gebaut und weitere Lösungen zur Aufstockung der Kita-Plätze umgesetzt werden können.“

Angesichts der aktuellen Daten des Statistischen Landesamtes vom August sei die Zahl der Kinder bis sechs Jahre für das laufende Jahr bereits um 1 712 (von insgesamt 29 505 bis zu Sechsjährigen) höher als bei der Haushaltsaufstellung angenommen. Für 2017 gehen die Statistiker von 2 288 zusätzlichen Kindern (bei dann insgesamt 30 363 bis zu Sechsjährigen) aus, hieß es weiter. Die Gründe liegen in der steigenden Geburtenzahl, in den hohen Flüchtlingszahlen und im Familiennachzug. All das war in der bisherigen Kindergartenplanung nicht vorgesehen.

Für das Kindergartenjahr 2016/17 etwa war ursprünglich ein Zuwachs von 569 Plätzen eingeplant worden. „Wir werden im laufenden Kindergartenjahr zusammen mit den Trägern rund 820 neue Kita-Plätze realisieren beziehungsweise einen Großteil davon noch in diesem Jahr realisiert haben. Doch das reicht nicht aus“, so Senatorin Bogedan.

Für den Bau neuer Einrichtungen sind 32 Standorte (gemäß der Planung von 2015) größtenteils festgelegt. Für die 23 nun zusätzlich benötigten Einrichtungen gebe es derzeit 20 Standortvorschläge auf öffentlichem Grund, hieß es. Private Investoren bieten weitere Areale an, die „gegebenenfalls vorrangig bebaut werden sollen“. Für 2017 gilt ein Sofortprogramm „mit Mobilbauten für den Übergang“. Kosten: 13 Millionen Euro. 

kuz

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