Radrennen in der Überseestadt: Die Vorbereitungen für den ersten „Velotörn“ laufen

Mit Konstanz übers Pflaster

Auch die Cuxhavener Straße wird beim „Velotörn“ zur Rennstrecke – oder besser: zu einem Teil der insgesamt 11,3 Kilometer langen Rundstrecke. - Foto: Velotörn/Tietze

Bremen - Von Thomas Kuzaj. In Bremen geht ein neues Radrennen an den Start. Die Vorbereitungen für den ersten „Velotörn“ in der Überseestadt laufen auf den sprichwörtlichen Hochtouren. Die Organisatoren erwarten Sonnabend und Sonntag, 10. und 11. September, etwa 1. 000 Radsportler. Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne) hat die Schirmherrschaft übernommen.

Die Organisatoren, das sind vier passionierte Rad- und Ausdauersportler: Uwe Varenkamp (Inhaber einer Event- und Marketing-Agentur), der frühere Polizeibeamte Bernd Rennies (Sportreiseveranstalter), der Grafik-Designer Oliver Gehrking (Mitinhaber einer Werbeagentur) und – als sportlicher Leiter – der Radsport-Trainer Hans-Joachim Wiese. Rennies bringt Erfahrung als sportlicher Leiter des City-Triathlons mit, Varenkamp war unter anderem schon bei den „Hamburg Cyclassics“ aktiv.

Nun also der „Velotörn“ in der Überseestadt. Erste Ideen dafür, erzählen die Organisatoren, gab es schon vor acht Jahren. Jetzt ist es soweit. Gedacht ist das Sportereignis als „Wochenend-Event“. Teilnehmer (und Besucher) können, so der Gedanke, durchaus ihre Familien mitbringen, um ein gemeinsames Wochenende in Bremen zu verbringen. Allein die Überseestadt biete da viele Gastronomie- und Übernachtungs-, Besichtigungs-, Kultur- und Freizeitmöglichkeiten.

Apropos Überseestadt. Die Rennstrecke führt, man ahnt es, durch sie hindurch – und führt dabei zugleich vor Augen, wie abwechslungsreich der Stadtteil in den alten Hafenquartieren ist. Hier traditionsreiche Hafen- und Industriebauten, dort zeitgenössische Architektur. Sofern man denn im Rennsattel einen Blick dafür hat. Soll man durchaus haben, heißt es. Denn bei den Rennen gehe es nicht allein ums Tempo: „Nicht die schnellsten, die konstantesten Fahrer gewinnen.“

Überall auf allein aufs Tempo zu setzen, wird auch kaum möglich sein – jedenfalls nicht durchgängig. Ein Teil der insgesamt 11,3 Kilometer langen Rennstrecke führt nämlich über Kopfsteinpflaster – 900 Meter, um genau zu sein. Da sind dann schon besondere Qualitäten gefordert.

Apropos Strecke. Start und Ziel sind vor Schuppen Eins an der Konsul-Smidt-Straße zu finden. Die Route führt über Hansator und Nordstraße zur Bremerhavener Straße, dann über die Getreidestraße zur Cuxhavener Straße. Es folgen Eduard-Suling-Straße (Speicher XI), Winterhafen, Speicherhof. Der Startschuss fällt am 10. September gegen 14.30 Uhr. Dann überqueren die mehr als 100 Teilnehmer der Charity-Radtour „Für Axis auf Achse“, die am Rathaus in Hamburg-Harburg gestartet sein wird, die Ziellinie in der Überseestadt. Am Nachmittag folgen U15- und U17-Rennen. Und – erstmals in Bremen auf der Straße, wie es heißt – ein „Fixie“-Rennen. „Fixies“ sind Räder ohne Bremsen und Freilauf mit nur einem Gang, die sonst auf Sechs-Tage-Bahnen in der Halle gefahren werden (und besser nicht im Stadtverkehr).

Am Sonntag, 11. September, stehen zwei große Jedermann-Rennen auf dem „Velotörn“-Programm – um 10 Uhr über insgesamt 50 Kilometer, um 13 Uhr über 100 Kilometer. Die Rundstrecke wird während der Rennzeiten komplett für den öffentlichen Straßenverkehr gesperrt – und entsprechend gesichert, heißt es.

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