Zweitägiges Sommerfest am Europahafen

Kleine Törns im großen Törn

Am Kopf des Europahafens bauen die Macher vom „Überseetörn“ eine Showbühne auf. Zwei Tage lang steht die gesamte Überseestadt im Mittelpunkt eines Sommer- und Quartierfestes. - Foto: Überseetörn

Bremen - Von Jörg Esser. Die Überseestadt wächst. Und wächst. „Die Dynamik ist ungebrochen“, sagt Andreas Heyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB). „Die Überseestadt ist und bleibt eine Erfolgsstory.“ Eine mit nahezu täglich wechselnden Bildern. Live-Eindrücke gibt es am Wochenende beim „Überseetörn“ am Europahafen.

Der „Überseetörn“ hat sich etabliert – als Sommerfest in der Überseestadt. Es geht in die achte Auflage, sagt Cheforganisator Frank Bischoff, der mit diversen Mitstreiter aus dem „Netzwerk Hafenklönschnack“ auch zu den Geburtshelfern der Veranstaltung zählte. Bischoff bezeichnet den „Überseetörn“ als „Fest von und mit den Anwohnern“. Und er verspricht eine „spaßige Geschichte“, die von ihrer Vielschichtigkeit lebe.

Zentraler „Spielort“ ist der Hafenkopf des Europahafens, da wo auch die Macher der „Golden City“ ihre temporäre Hafenbar aufgebaut haben. Am Hafenkopf, auf dem Ludwig-Franzius-Platz, wird ein „Urban Markt“ aufgebaut – als neues markantes Element. Es gibt „Streetfood“, unter anderem bio und vegan, Kunsthandwerk und ein Kinderdorf.

Und es gibt Live-Musik. Die Sambagruppe „Estrela Azul“ macht am Sonnabend, 30.  Juli, um 12 Uhr den Auftakt. Später sind auch die Soulband „Double-O-Soul“ und das spanisch-lateinamerikanische Ensemble „Buena Gente“ zu hören. Am Sonntag, 31. Juli, sind unter anderem der Neustädter Shanty-Chor (ab 11 Uhr) und das „Gordon-Trio“ (16 bis 19 Uhr) dabei.

Während des „Überseetörns“ werden sechs verschiedene Touren angeboten. Kleine Törns im großen Törn. „Wir wollen Präsenz zeigen“, sagt Bischoff. Klassiker ist der „Schiffs-Törn“ – an Bord der „Gräfin Emma“ geht es auf anderthalbstündige Touren vom Europahafen hinaus zum Molenturm am Wendebecken und weiter zum Pier  2 und zur „Waterfront“ und dann zurück am Holz- und Fabrikenhafen vorbei zur Feuerwache. Das Schiff legt sonnabends und sonntags jeweils um 13.30, 15  und 16.30 Uhr am Europahafen ab. Erwachsene zahlen acht, Kinder vier Euro.

Außerdem stehen zwei Bus-Törns im Programm – eine Tour zu Lloyd-Kaffee (Start: jeweils 11 und 13 Uhr, Kosten: vier bzw. zwei Euro) sowie eine „Walle-Heimat-Tour“ zu Kaisenhäusern und zur „Union-Brauerei“ im Osterfeuerberg-Viertel (15 und 17 Uhr, vier bzw. zwei Euro). Schließlich gibt es Spaziergänge. 

Dazu zählt der „Kajen-Törn“, der entlang der Kaimauer zum Schuppen 2 und zur „Tee-Tied“ und zu edlen Obstbränden führt (Start: 11, 13, 15 und 17 Uhr) . Dann gibt es den „Weser-Törn“, der die Teilnehmer mit auf den Weg ins Kaffeequartier bis zum „Weser-Tower“ nimmt (Beginn: 15 und 17 Uhr). Schließlich haben die Macher eine Entdeckungsreise für Kinder entwickelt. Beim „Fiete-Törn“ (Start: jeweils um 11, 13, 15 und 17 Uhr) geht es mit Hafenarbeiter „Fiete Hansen“ alias Markus Weise durch alte Speicher und Schuppen.

Sport steht am Sonnabend auf dem Kalender: Um 11.30  Uhr beginnt das Kutterpullen um den „RWE-Cup“. Zehn Mannschaften mit je zehn Pullern gehen auf einer 200-Meter-Strecke im Hafenbecken an den Start. Die Siegerehrung ist für 17 Uhr geplant.

Und am Sonntag wird der Boulevard im Schuppen Eins zur Antiquitätenmeile. Historische Radios, antike Möbel und Oldtimer-Zubehör sind im Angebot. Marktzeit ist von 11 bis 18 Uhr.

Karten für die verschiedenen „Törns“ gibt es bis morgen, Mittwoch, im Vorverkauf auf der Homepage der Veranstaltung.

www.ueberseetoern.de

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