Einer Studie zufolge benötigt Bremen 147 Sozialwohnungen pro 1.000 Einwohner. Das private Pestel-Institut aus Hannover hat gestern Ergebnisse einer bundesweite Studie zum Bedarf an Sozialwohnungen vorgelegt. Auftraggeber ist eine Wohnungsbau-Initiative, zu der die Industriegewerkschaft Bau, der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure, die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau und der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel zusammengeschlossen haben. Die Initiative fordert einen „Masterplan für den sozialen Wohnungsbau“.
Bremen habe beim sozialen Wohnraum einen hohen Bedarf, der deutlich über dem Bundesschnitt liege, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut. Das belegt eine aktuelle Bestandsaufnahme. Demnach haben 80 370 Haushalte in Bremen Anspruch auf eine Sozialwohnung. Das sind über 25 Prozent aller Haushalte. Zu diesen Haushalten mit niedrigem Einkommen gehören Hartz-IV-Empfänger und Wohngeldbezieher sowie Erwerbsunfähige und ältere Menschen, die von der staatlichen Grundsicherung leben. „Aber längst nicht jeder, der einen Anspruch auf eine Sozialwohnung hat, hat auch die Chance, eine zu bekommen“, so Günther. Nur für zehn Prozent der betroffenen Haushalte stehen landesweit Sozialmietwohnungen zur Verfügung – insgesamt rund 10 000.
Es müsse nicht unbedingt der Neubau von Sozialwohnungen sein. Die Stadt könne Sozialwohnraum auch über den Ankauf von Belegrechten im Bestand sowie die Modernisierungsförderung beschaffen, ergänzt Günther. · je















