Neue Science-Show im Universum: „Hoch hinaus!“

Kartoffeln und Perlenketten

Wenn Nico Grube vom Universum auf dem Blasebalg landet, wird die orangefarbene Rakete in die Luft in die geschleuder: Szene aus der neuen Science-Show des Wissenschaftscenters. - Foto: Niesmann

Bremen - Von Isabel Niesmann. Das Rezept für „Elefantenzahnpasta“, wie Nico Grube sie nennt, ist einfach, aber nicht ganz ungefährlich: Rote Lebensmittelfarbe, 50 Milliliter Wasserstoffperoxid, zehn Milliliter Kaliumiodid und einige Tropfen Spülmittel gibt der Mitarbeiter des Universums in ein großes und längliches Gefäß. Es entsteht Wärme, die Mixtur ergibt eine exotherme Reaktion und aus dem Glas quillt rosafarbener Schaum – wie aus einer Zahnpastatube im XXL-Format.

„Zahnpasta“ war nicht das einzige, was jetzt bei der Premiere der neuen Science-Show im Universum in die Höhe stieg. Unter dem Titel „Hoch hinaus!“ schleuderte Grube im „Entdeckerpark“ des Bremer Wissenschaftscenters mehrere ungewöhnliche Dinge in den Himmel und brachte die Zuschauer so zum Staunen, Verstehen und Mitmachen. In seiner etwa 20-minütigen Show machte Grube so den zahlreichen jüngeren und älteren Besuchern naturwissenschaftliche Phänomene und Zusammenhänge auf spielerische Art begreifbar.

Seit nunmehr zwölf Jahren bietet das Universum die wechselnden Science-Showsganzjährig an. Sie sind dort fester Bestandteil des Programms. Vorgeführt werden sie von verschiedenen Mitarbeitern, entwickelt werden sie im Team – und die Utensilien werden in der Regel selbst gebastelt. „In den vergangenen Jahren hatten wir bereits die Themen Wasser, Feuer, Licht und Schokolade“, blickte Universum-Sprecherin Svenja Peschke zurück.

In der neuen Show dreht sich alles um das Thema „Höhe“. Mehrere Gefäße, Chemikalien, Raketen, Nahrungsmittel und ein Messband standen bei der Premiefre auf dem Tisch hinter Universum-Mitarbeiter Grube, als dieser mit seinem ersten Experiment begann und eine Perlenkette in einem kleinen Bogen in die Luft steigen ließ.

Deutlich höher hinaus ging dann die selbstgebastelte Rakete mit Wärmflaschenantrieb, nachdem Grube ihr mit Heckflossen mehr Stabilität gegeben hatte. „Da reicht unsere Maßeinheit gar nicht mehr aus“, so sein Kommentar angesichts der Flugweite.

Anschließend gingen mit der „Kartoffelkanone“ – das ist ein Plexiglasrohr, in dessen beiden Enden jeweils ein Kartoffelstück steckt – „selbstgemachte Kroketten“ in die Luft. „Erste Reihe schon mal den Mund öffnen“, rief Grube, bevor er die Kartoffelstücke durch den entstandenen Überdruck weit in Richtung Himmel, aber nicht in den Mund eines Zuschauers beförderte.

Was sonst noch so alles „hoch hinaus“ geht, das ist noch bis zum 30. September täglich um 12 Uhr und um 15 Uhr zu sehen. Der Eintritt zur neuen Science-Show ist im Universum-Ticket enthalten. Eine Reservierung ist nicht notwendig, die Plätze sind aber begrenzt.

Mehr zum Thema:

Feuer bei Party in Oakland - bis zu 40 Tote befürchtet

Feuer bei Party in Oakland - bis zu 40 Tote befürchtet

RB Leipzig bleibt Erster vor Bayern und Hertha BSC

RB Leipzig bleibt Erster vor Bayern und Hertha BSC

Nikolausmarkt rund um die Kirche in Dörverden

Nikolausmarkt rund um die Kirche in Dörverden

Bartels hält Werder am Leben

Bartels hält Werder am Leben

Meistgelesene Artikel

Weltkriegsbombe in Bremen entschärft

Weltkriegsbombe in Bremen entschärft

24-Jähriger schießt auf Frau

24-Jähriger schießt auf Frau

Sparkasse Am Brill: Käufer gesucht

Sparkasse Am Brill: Käufer gesucht

Drei Meter dicke Mauern

Drei Meter dicke Mauern

Kommentare