Brunnen kosten mehr als 100.000 Euro im Jahr

Sprudelsaison für Bremens Brunnen eröffnet

Der von Waldemar Otto (Worpswede) geschaffene Neptunbrunnen auf dem Domshof. - Foto: Kuzaj

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die Winterpause ist beendet. Nein, wirklich! Die Winterpause für Bremens Brunnen ist gemeint. Nun jagt Neptun wieder mit seinem Pferdegespann durch die Gischt des nach ihm benannten Brunnens auf dem Domshof. Auch der Centaurenbrunnen auf dem Leibnizplatz und der Bauernbrunnen in Oslebshausen sprudeln bereits. Und die Fontäne im Vahrer See schießt ebenfalls wieder in die Höhe.

Immobilien Bremen, zuständig für den Betrieb und die Instandhaltung der 20 öffentlichen Brunnen in der Hansestadt, hat die meisten Wasserspiele in Betrieb genommen, seit wirklich nicht mehr mit Bodenfrost zu rechnen ist.

„Zuvor ist die Brunnentechnik durch mehrere Fachfirmen kontrolliert und das Wasser in den Umwälzanlagen aufgefüllt worden“, sagte ein Sprecher gestern. Bei den „mit einer gründlichen Reinigung verbundenen Inspektionen“ stellte sich allerdings heraus, dass einige der 20 Brunnen vorerst noch trocken bleiben müssen – weil sie aufgrund von Beschädigungen repariert werden müssen.

- In der Innenstadt ist der Pferdebrunnen an der Ecke Obernstraße/Sögestraße betroffen, denn es hat ihn getroffen, und zwar buchstäblich hart: „Die filigrane Säule mit dem schwungvoll geformten Wasserbecken war von einem Lieferfahrzeug gerammt und dabei so schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, dass eine aufwendige, weil technisch komplizierte Reparatur erforderlich wird“, so der Immobilien-Bremen-Sprecher. Und: „Dafür muss der Brunnen vollständig abgebaut und in einer Spezialwerkstatt instandgesetzt werden.“

- Der Pferdebrunnen auf dem Neuen Markt in der Neustadt wurde bereits demontiert und in die Werkstatt einer Fachfirma gebracht. Auch er durch ein Fahrzeug beschädigt worden.

Der Pferdebrunnen an der Ecke Obernstraße/Sögestraße ist beschädigt. - Foto: Kuzaj

- Der Pferdebrunnen auf dem Waller Dorfplatz hingegen soll direkt an seinem Standort repariert werden. Das dürfte allerdings noch etwas dauern, weil zunächst ein bereits bestelltes Ersatzteil geliefert werden muss.

- Auch der Badestuben-Brunnens am Stavendamm im Schnoor – nicht zuletzt ein beliebtes Touristen-Fotomotiv – ist noch ohne Wasser. „Hier sind zunächst Erdarbeiten vonnöten, weil ein neuer Wasseranschluss gelegt werden muss. Bis zum Sommer soll die Maßnahme abgeschlossen sein, Immobilien Bremen hat bereits ein entsprechendes Bauunternehmen beauftragt“, so der Sprecher gestern.

Das erfrischende, beruhigende oder einfach nur als schön empfundene Sprudeln und Plätschern der bremischen Brunnen hat auch seinen Preis. Für Wartung und Reparatur stehen Immobilien Bremen etwa 100.000 Euro jährlich zur Verfügung, die aus Haushaltsmitteln stammen. Hinzu kommen 35.000 Euro für Strom und Wasser, wobei das Versorgungsunternehmen SWB (früher: Stadtwerke) als Sponsor 15.000 Euro übernimmt. Einen weiteren Zuschuss in Höhe von 6.000 Euro pro Jahr gewährt das Wohnungsunternehmen Gewoba für die Fontäne im Vahrer See.

Regelmäßig für Ärger – besonders am Neptunbrunnen auf dem Domshof – sorgt die Unsitte, Seife oder Waschpulver in die Wasserspiele zu schütten. Denn der Schaum schadet der Brunnentechnik. Die Schaum-Streiche ziehen zeit- und kostenaufwendige Reinigungsarbeiten nach sich, so der Immobilien-Bremen-Sprecher. „Die dabei entstehenden Kosten haben sich gewaschen. Ermittelten ,Spaßvögeln‘ werden rund 800 Euro in Rechnung gestellt.“

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