Investor zeigt „zeitnahes Interesse“ / Bremen will neues Planungsrecht schaffen / Linke: Es geht nur ums Geld

450 Wohnungen auf Areal am Schuppen 3

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Der Schuppen 3 in der Überseestadt – der historische Backsteinbau am Europahafen soll weichen und Platz für 450 Wohnungen machen.

Bremen - Von Jörg Esser. Bremen Bremen - Von Jörg Esser. Weiter geht‘s. Die Überseestadt wird zum Stadtteil. Und immer mehr Wohnungen entstehen. Jetzt haben Planer und Investor ein Areal im Europahafen im Blick, auf dem heute noch der 400 Meter lange Schuppen 3 steht. 450Wohnungen sind dem Vernehmen nach geplant. Der Schuppen soll weichen. Jetzt soll neues Planungsrecht geschaffen werden. „Für das Bauleitplanverfahren ist mit einer Erarbeitungszeit von ein bis 1,5 Jahren zu rechnen“, heißt es unter anderem in einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linken.

Der Schuppen 3 liegt direkt am Weserufer, an der Überseepromenade – quasi zwischen Schuppen 1, der ein Zentrum für Automobilkultur und Mobilität sowie 20 Lofts beherbergt, die per Auto über eine Wohnstraße und Fahrstühle erreichbar sind, und dem „Landmark-Tower“. Eine Ausschreibung der Wirtschaftsförderungsgesellchaft Bremen (WFB) für die Nachnutzung scheiterte und wurde im Juli 2014 abgebrochen.

Der klobige Backsteinbau auf dem 35624 Quadratmeter großen Grundstück, in dem jahrzehntelang Stückgut gelagert wurde, sollte „neuen urbanen Nutzungen zugeführt werden“, hieß es in der Ausschreibung. „Auf dem Gelände soll etwas Neues entstehen, das sich in die bereits bestehenden Strukturen einfügt.“ Das heißt: Eine Mischnutzung war angestrebt worden.

Im Juli 2015 hat sich dann ein Investor bei der WFB gemeldet, der „sein zeitnahes Interesse an einem Erwerb der Immobilie geäußert hat“ und der „in Abhängigkeit von der Herstellung des erforderlichen Planungsrechts kurzfristig mit der Umsetzung seines Investitionsvorhabens beginnen möchte“, heißt es in der Senatsantwort. Konkret geht es um den Bau von 450Wohnungen, 25 Prozent werden für den Sozialwohnungsbau reserviert. Im Handelsregister ist mittlerweile eine Firma „Überseestadt Schuppen 3 Grundbesitz GmbH“ eingetragen.

Im Verwaltungstrakt des Schuppen 3 sind rund 1000 Quadratmeter an Unternehmen aus der Kreativbranche vergeben worden. Denen sollen Flächen in der ehemaligen Bahnmeisterei und auf dem Kaffee-Hag-Areal angeboten werden.

„Es geht nur ums Geld“, sagt Claudia Bernhard (Linke). Ihren Angaben zufolge geht es bei dem Deal um einen Kaufpreis für das Grundstück von knapp neun Millionen Euro. Bernhard weiter: „Ein Objekt mit großen Potenzial, markantem Baubestand und gewachsener Teilnutzung wird dem Wunsch nach profitfreundlicher Quader-Architektur geopfert.“

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