Mit Whisky und Tortenkunstwerken

Stimmungsvoll: Drei Messen zur Weihnachtszeit

Heir entsteht Weihnachtsschmuck: Ingrid und Norbert Wiesner bei der Arbeit. Gut, normalerweise darf er ihr nicht über die Schulter gucken. Das macht er hier nur ausnahmsweise fürs Foto. - Foto: Kuzaj

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Er ist unfassbar süß, dabei aber komplex. Ich spüre Gewürze“, sagt Christoph Kirsch aus Syke. „Da ist Feige. Und eine leichte Bitternote vom Eichenfass.“ Kirsch spricht von Whisky, und das nicht ohne Grund. Von Freitag bis Sonntag, 18. bis 20. November, öffnen in den Messehallen 6 und 7 auf der Bürgerweide die „Christmas and more“, die „Kuchenliebe“ und der „Bottle Market“.

Drei Messen, ein Gedanke – der Gedanke an die schönen Seiten des Lebens und Genießens. Die „Christmas and more“ läutet zum fünften Mal den Advent ein, die neue „Kuchenliebe“ greift ein Trend-Thema auf – kreatives Backen. Beim „Bottle Market“ geht es einmal mehr um die Feinheiten von Spirituosen wie Rum und Whisky.

Keks-Kunstwerke von Gabriela Rüscher aus Hude. - Foto: Kuzaj

Um die „Noten von Honig, Karamell und Banane“ zum Beispiel, die Whisky-Importeur und -Fachmann Christoph Kirsch in einem isländischen (!) Single Malt entdeckt. Whisky oder Whiskey kommt ja nicht allein aus Schottland oder Irland. Sorten aus 20 Ländern werden auf der Messe präsentiert, darunter auch welche aus – eben – Island, aus Indien und aus Japan. Und aus Deutschland – am (soviel Englisch muss dann doch sein) „German Whisky Point“.

50 Aussteller werden zum „Bottle Market“ erwartet, nach Messeangaben sieben mehr als im Vorjahr. Die „Kuchenliebe“ geht mit 25 Ausstellern an den Start. Bei der „Christmas and more“ ist die Ausstellerzahl von 137 auf 150 gestiegen, sagt Kerstin Renken, Bereichsleiterin Publikumsmessen bei der Messe Bremen. Alle drei Messen erstrecken sich über eine Fläche von 8 800 Quadratmetern. Im vergangenen Jahr kamen 14.857 Besucher. „Ein Drittel aus Bremen, zwei Drittel aus dem Umland“, so Renken weiter. Durchschnittliche Verweildauer auf der Messe: drei Stunden.

Man muss sich ja auch ein bisschen Zeit lassen bei der Suche nach der richtigen Weihnachtsdeko. Romantische Beleuchung, dekorierte Halle – die Messeorganisatoren setzen beim Weihnachts-Thema ganz auf Atmosphäre. Zum ersten Mal ist eine „Kreativ-Meile“ dabei, sagt Anja Rickmeier, Projektleiterin der „Christmas and more“. „Ob Holunderlikör vom Bauernhof, Adventslichter aus einer Bremer Papier-Manufaktur oder bedruckte Kindermode – an rund 40 Ständen gibt es Handgemachtes und Unikate.“

Auch Ingrid und Norbert Wiesner aus Wallhöfen sind dabei. Das Ehepaar fertigt unter anderem Lichterketten und Kränze. „Ein Blickfang sind die Laternen, Wendeltreppen und Holzhäuschen, die mit Miniaturtannen und Schlitten, Sternen und Zapfen dekoriert sind“, sagt die 68-Jährige. Der Renner seien detailreiche Fensterbilder und handlackierte Schneemänner, an denen sich Meisenknödel befestigen lassen.

All das entsteht in klarer Arbeitsteilung. Ingrid Wiesner: „Ich sage, bau mir was. Zum Beispiel ein Fenster, das Sprossen haben muss. Dann fertigt er mir die Basis.“ Und es folgt die Deko.

Deko ist auch bei Gabriela Rüscher ein großes Thema. Die dreifache Mutter aus Hude schafft individuell gestaltete Torten-Kunstwerke, die häufig mit Fondant eingedeckt sind. Die weiche Zuckermasse kann eingefärbt und zu Figuren, Zahlen und Blüten modelliert werden. Seit 2015 gibt die preisgekrönte Tortendesignerin auch Kurse.

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