Auf der höchsten Düne der Welt

Anne Schmidt (v.l.), Emin da Silva und Roland Krone.

Bremen - Von Björn Lakemann· „Am Ziel habe ich mich gefühlt wie ein Olympiasieger“, ließ der Bremer Emin da Silva seinen Gefühlen freien Lauf. Und das nicht zu Unrecht, denn der Fitnesstrainer hat jüngst mit Anne Schmidt und Roland Krone den afrikanischen „Namib Desert Run“ geschafft.

Somit hatte sich die gut 13-monatige Vorbereitung bezahlt gemacht. In vier Tagesetappen lief das Trio aus der Hansestadt 108 Kilometer durch eine der unwirtlichsten Gegenden dieses Planeten – durch die Namib-Wüste (Namibia). Unbestrittener Höhepunkt war es, die mit 380 Metern höchste Düne der Welt – den „Big Daddy“ – zu schaffen. Und danach waren nicht nur die Bremer ziemlich platt, wie da Silva beschreibt: „Am vierten Tag ging es nur noch darum, die höchste Düne der Welt zu schaffen. Da ist nicht nur athletische Stärke, sondern vielmehr der unbedingte Wille gefragt.“

Dabei war da Silva zu Beginn nach einer Etappe über 18 Kilometer mit Durchfallsymptomen schon fast zur Aufgabe verdammt. „Das war mein absoluter Tiefpunkt. Neben Problemen, Luft zu kriegen, konnte ich den Durchfall erst mit Tabletten stoppen.“ Aus dieser Misere ging er gestärkt hervor. Einzig der Italiener Stefano Russo sowie zwei seiner Landsleute waren in der Endabrechnung über die vier Tage zu stark. Anne Schmidt bekam für ihre Platzierung als drittbeste Frau im Endklassement gar eine Medaille umgehängt und kam mit ihrem Partner Roland Krone auf die Plätze 14 und 15.

Am zweiten Tag hatte die Läuferschar 21 Kilometer bei etwa 42 Grad Außentemperatur zu schaffen, wobei die Teilnehmer eine 30 Meter tiefe Schlucht durchstehen mussten. „Das kostete sehr viel Kraft und war auch sehr gefährlich für die Gelenke“, räumt da Silva ein. Am dritten Tag ging es schließlich ans Eingemachte. Der Marathon (42,195 Kilometer) stand an. Da wurde bis zur Hälfte der Strecke ein höllisches Tempo vorgelegt, und Emin da Silva gerät ins Schwärmen: „Danach begann der wahre Kampf, die Strecke ging einfach nicht zu Ende. Bei Kilometer 35 büßte ich sieben Minuten ein, da mein Wassersack zur Neige gegangen war und ich keinen Wasserwagen fand. Ansonsten hätte ich mich wohl noch besser platziert.“ Lediglich 63 Teilnehmer, wovon zehn sich dem Walking verschrieben hatten, waren bei diesem Spektakel im Naturschutzgebiet zugelassen. „Um so etwas zu machen, muss man schon etwas verrückt sein, und das ist in keiner Weise vergleichbar mit Läufen hier“, ist Fitnesstrainer Emin da Silva immer noch ganz hin und weg und träumt schon von der nächsten Extremerfahrung.

Nicht allein der sportliche Aspekt stand im Vordergrund. Auch soziale Verantwortung trieb das Bremer Trio an. Für den Verein „Praktische Solidarität International“ (PSI) und für „Bauchherzkopf“ erliefen die Bremer 2 980 Euro. Hinzu kommen 55 €Euro aus der Online-Versteigerung eines signierten Werder-Trikots. Mit dem Geld werden Projekte in der Kinderbildung sowie der Sonnenofenbau mitfinanziert. „Unser Beitrag zur Völkerverständigung“, sagt da Silva .

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