„Bremen leuchtet“ mit Tanz und Artistik

Großes Fest um Licht und Feuer

Jetzt darf der Wind nicht drehen: Manuel Wedekind spuckt Feuer. - Foto: Kowalewski

Bremen - Es ging den ganzen Sonnabendabend um Licht und Feuer. Es gab Tanz, Artistik und Feuerkunst auf einer Bühne sowie einen Mittelaltermarkt, auf dem sich auch Laien im Feuerspucken üben durften. Und: Lampen und Kerzen sowie große Leuchtelemente und ein großes Höhenfeuerwerk. „Bremen leuchtet“ platzierte Angebote verschiedenster Art. Rund 5 000 Besucher ließen sich das Spektakel an der „Waterfront“ in Gröpelingen nicht entgehen.

Noch bei hellem Licht des frühen Abends gab es auf der kleinen Feuerbühne eine Performance, die – ohne eine Flamme zu entzünden – einen gewissen Respekt vor den Gefahren des heißen Elements vermittelte. Zwei Männer, ganz in weiß, kamen auf die Bühne. Sie trugen unheimlich wirkende weiße Masken. Ein Outfit, das mulmige Gefühle auslöste. Wer sich so anzieht, hat sich wohl gegen Feuer gewappnet. Die Tanzdarbietung zu elektronischer Musik wirkte gewollt kühl und bestand zu weiten Teilen aus harten, mechanischen Bewegungen.

Feurig wurde es mit der Dunkelheit. Jonglage mit Feuer, Feuerschlucken, Feuerspucken, Akrobatik mit brennenden Gegenständen und eben ein großes Höhenfeuerwerk. Feuerkünstler Manuel Wedekind aus Nürnberg zeigte etwa eine schnelle Bewegungschoreographie, bei der er zwei brennende Kugeln durch die Luft schleuderte. Danach begeisterte er das Publikum als Feuerspucker und Feuerschlucker. Der Nürnberger arbeitet zwar hauptberuflich in der Pharma-Industrie, hat die Feuerkunst aber als zweites Standbein und als geliebtes Hobby. „Am Anfang muss der angehende Feuerspucker mit Wasser üben“, erzählte er. „Beim richtigen Feuerspucken ist es wichtig, auf die Windrichtung zu achten. Es wird echt gefährlich, wenn der Wind sich dreht“, erzählte er.

Im Mittelalterdorf durften die Besucher mitmachen. Neben eigenen Versuchen im Feuerspucken gab es zum Beispiel die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Melken zu sammeln, allerdings nicht an einer Kuh, sondern an einer Station mit einem Wasserbeutel. „Die Zitzen sind sehr authentisch“, sagte Lara Würfel, die die Melk-Wettkämpfe moderierte. Eine weitere Attraktion: ein Barfußweg. Auf diesem konnten Mutige die Erfahrung machen, dass man auch barfuß unverletzt über Glasscherben und Metallspitzen laufen kann. - mko

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