Die goldene Idee

Bremer Architekt Thorsten Hobein macht Karriere als Popcorn-Produzent

Noch fehlt das Popcorn: Thorsten Hobein schraubt und sägt auf der Baustelle an seinem zukünftigen „Goldcorn“-Stand in der „Markthalle Acht“ am Domshof. - Foto: Seegers

Bremen - Von Nina Seegers. Es war einmal ein Bremer Architekt, der die Idee hatte, ein ganz besonderes Popcorn auf den Markt zu bringen. Was anfangs eine kleine Nebenbeschäftigung war, entpuppte sich bald als eine erfolgreiche Geschäftsidee. Thorsten Hobein ist der Macher von „Goldcorn”, ein Gourmet-Popcorn aus Bremen, von dem man einfach nicht die Finger lassen kann, wenn man es erst einmal probiert hat...

Bislang gab es das „Goldcorn” nur online und in ausgewählten Feinkostläden zu kaufen. Jetzt aber, wenn die „Markthalle Acht” im ehemaligen Bankgebäude auf dem Domshof öffnet, hat Thorsten Hobein einen eigenen Verkaufsstand. Sieben verschiedene Sorten frisches Popcorn aus eigener Herstellung wie „Butter Caramel SeaSalt”, „Chocolate Cookie” und „Caramel Peanut” will er dort verkaufen. Selbstverständlich darf der Kunde jede Sorte probieren. „Jetzt, zur Weihnachtszeit ist ‚Caramel Spekulatius’ der absolute Renner”, erzählt Hobein, während er mit einem Zollstock die Außenwände seines zukünftigen Verkaufsstandes abmisst.

Dieser Tage herrscht noch ein wildes Tohuwabohu in der Markthalle. Überall wird fleißig gesägt, gebohrt und geschraubt. „Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, einen Verkaufsstand in der Bremer Innenstadt zu eröffnen”, sagt Hobein. Als er im vergangenen Frühjahr schließlich von den Plänen der „Markthalle Acht” erfuhr, bewarb er sich sogleich und bekam den Zuschlag.

Hobeins eigene Popcorn-Manufaktur befindet sich hingegen in Woltmershausen. Dort produziert der ehemalige Architekt mit Unterstützung von zwei Mitarbeiterinnen das „goldene Korn”. Dafür verwendet er eine bestimmte Sorte Mais, den sogenannten Mushroom-Mais. „Denn nur mit dem lässt sich richtig gutes Karamell-Popcorn herstellen”, weiß der Experte und ergänzt: „Bevor das Karamell-Popcorn perfekt war, habe ich ein halbes Jahr lang geübt.”

Karamellisierer für „schlappe 20.000 Euro“

Hobein verzichtet bei der Herstellung gänzlich auf Öl, Aromen, Farb- und Konservierungsstoffe. Die große Popcornmaschine arbeitet mit Heißluft. Bei knapp 250 Grad Celsius poppen die Maiskörner auf und werden anschließend mindestens dreimal gesiebt, um sie von Körnern und Schalen zu befreien. Erst dann wandert das aufgepoppte Korn weiter in den Karamellisierer, der laut Hobein „schlappe 20 000 Euro kostet“. Anschließend wird noch einmal gesiebt. „Deshalb hat ‚Goldcorn’ eine solch hohe Qualität – mehr geht nicht”, sagt Hobein.

Seine Kunden wissen die hohe Qualität offensichtlich zu schätzen. Neben seinem Online-Shop ist das Gourmet-Popcorn mittlerweile bei rund 500 Feinkosthändlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu haben. Die Geschäftsidee kam dem Bremer 2010 auf einer USA-Reise, denn dort stieß er auf einen Popcorn-Store.

„Als ich das Popcorn probierte, war es anders und um Längen besser, als das, was man in deutschen Supermärkten kaufen kann”, erinnert er sich. Von da an stand für ihn fest, das Gleiche in abgewandelter Form in Deutschland zu probieren. „Ich war von Anfang an überzeugt, dass es funktionieren würde”, sagt er lächelnd. Und damit sollte er offenbar Recht behalten…

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