Robert Carl Blank tritt in Bremen auf

Gesungene Reisetagebücher

Ein Mann und seine Welt: Robert Carl Blank, Hamburger Singer-Songwriter mit tschechischen Wurzeln, tritt demnächst in Bremen auf. - Foto: Invo/Zimba

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Der sympathische Fallschirmspringer Robert Carl Blank aus Hamburg ist ein einziges lebendes Roadmovie.“ Was sind das für Leute, die mit solchen Worten angekündigt werden? Nun, in diesem Fall handelt es sich um einen Musiker. Blank, Singer-Songwriter mit tschechischen Wurzeln, tritt demnächst in Bremen auf.

Er spielt am Freitag, 2. September, um 20 Uhr in der Villa Sponte am Osterdeich 59b, wo es vorab so blumig wie euphorisch heißt: „Blank gibt in seinen Liedern seine Erfahrung wieder und strahlt das Freiheitsgefühl mit jeder Pore aus. Er ist der Prototyp der neuen Generation von Songwritern, die ein aufregendes, spannendes und freies Leben führen und ihre Erfahrungen teilen wollen.“

Ob der Künstler im Fallschirm anreist, ist nicht über liefert. Aber reichlich Gepäck hat er offenbar dabei. „Unberührt von den Bequemlichkeiten des bürgerlichen Lebens, reist er bepackt mit einer Batterie von akustischen Gitarren, einem Fallschirm und einer dicken Portion Soul das ganze Jahr über durch die Welt, sammelt Material, beobachtet, und schreibt seine Eindrücke und Erfahrungen nieder.“ Gesungene Reisetagebücher – sozusagen. In Blanks Vorprogramm tritt der Bremer Musiker Christian Falk auf. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

„Harmonien der Welt“ im Sendesaal

Das Nordwestradio und der Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee laden unterdessen wieder zu der Konzertreihe „Harmonien der Welt“ ein. „Alle zwei Jahre präsentiert die Musikszene historische Aufführungspraktiken in genreübergreifenden Projekten“, heißt es in einer Vorschau.

Für September und Oktober sind drei Konzerte geplant. Das Nordwestradio sendet die Aufzeichnungen am 12. November, am 14. Januar 2017 und am 11. Februar 2017. Zum Auftakt am Sonntag, 4. September, präsentiert der Schweizer Klarinettist und Komponist Claudio Puntin das „Lamento Project“. Das Konzert beginnt um 18 Uhr. Puntin kehrt damit zum Bremer Sender zurück, wo er schon vor nunmehr fast 20 Jahren – 1997 nämlich – seine CD „Ylir“ produziert hat.

Jazz, Barockmusik und Tango

Der Schweizer Klarinettist und Komponist Claudio Puntin präsentiert das „Lamento Project“ im Sendesaal. - Foto: Freude

„Im ,Lamento Project‘ hat der Klang der Klage einen wichtigen Platz“, heißt es vorab. Puntin sowie Catherine Aglibut (Barockvioline), Ulrike Becker (Violone und Gambe) und Christian Gerber (Bandoneon) loten „verschiedene Zustände der Trauer, des Kummers und des Trostes auf persönliche Weise“ aus – „basierend auf ihren Wurzeln im Jazz, in der Barockmusik und im Tango“, wie es weiter heißt. Den Ausgangspunkt für ihr Programm bildet das „Altbachische Archiv“, eine Sammlung von Kompositionen der Bach-Familie, dessen Original erst 1999 in Kiew wieder aufgefunden wurde. „Die ungewöhnliche Zusammensetzung des Instrumentariums verschaffen der Musik eine neue Klangdimension“, so eine Vorschau. Eintritt: 20 Euro, ermäßigt zwölf Euro.

Als zweites Konzert in der Reihe „Harmonien der Welt“ folgt am Freitag 23. September, um 20 Uhr ein Programm, das dem Labelchef , Musikverleger und Musik-Enthusiasten Eckart Rahn gewidmet ist. Und am Sonntag, 16. Oktober, steht ab 18 Uhr das 20er-Jahre-Gedicht „Das wüste Land“ (englischer Originaltitel: „The Waste Land“) von Thomas Stearns Eliot (1888 bis 1965) im Fokus.

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