Theaterstück im „Golden City“ finanziert

Geld für die „Diktatur der Liebe“

Bald geht es wieder rund in der temporären Hafenbar „Golden City“ am Kopf des Bremer Europahafens. Mit von der Partie ist einmal mehr das unschlagbare Trio „Ramona–Ramon–Rammé“, sprich (von links gesehen): Die Bremer Kiez-Legende Egon Rammé, Initiatorin Frauke Wilhelm als Ramona Ariola und Nomena Struß als Ramon Locker. - Foto: Golden City

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Ja, es hat geklappt. Es hat funktioniert. Das Geld ist da! Welches Geld? Nun, das „Golden City“ kommt ja wieder. Die temporäre Hafenkneipe – mit all ihren Reminiszenzen an die Waller Hafenkaschemmenwelt der 50er und 60er Jahre – geht in ihre vierte Saison. Ort des Geschehens (oder besser: des ziemlich wilden Treibens) ist erneut der Europahafenkopf.

Am 21. Juli öffnen sich dort wieder die Pendeltüren der Hafenbar. Einmal mehr soll das Kultur- und Stadtentwicklungsprojekt – so eine Selbstdarstellung – „verschiedene Milieus bei Frikadelle und Bier zusammenbringen“.

Wie berichtet, hatte das Team um die Initiatorin Frauke Wilhelm (alias Ramona Ariola) zu einer Crowdfunding-Kampagne aufgerufen, sprich: eine Finanzierung durch eine Vielzahl von Geldgebern via Internet zu organisieren versucht. Gesucht wurden auf diese Weise 7 500 Euro für die diesjährige Theaterproduktion im „Golden City“. „So ein Theaterabenteuer mit Autor, Regie, sieben professionellen Schauspielern und Musikern, Technik, Requisite, Helfern und allerlei Probentagen ist allein aus Eintrittseinnahmen nicht zu finanzieren. Wir brauchen 7 500 Euro, damit die Produktion realisiert werden kann“, hatte Projektleiterin Wilhelm gesagt.

Die Erwartungen und Hoffnungen wurden übertroffen: „117 Fans haben das Projekt mit durchschnittlich je 71 Euro unterstützt“, so Sprecherin Manuela Demmler in einer Bilanz. „Insgesamt sind 8 350 Euro zusammengekommen.“ Damit werde nun eine neue Folge der „,Golden-City‘-Saga“ Wirklichkeit – vom 8. bis zum 11. und vom 14. bis zum 17. September steht im „Golden City“ das, so die Ankündigung, absurde Musiktheaterstück „Diktatur der Liebe“ (Arbeitstitel) aus der Feder von Hans König und in der Regie von Helge Tram sen auf dem Programm. Neben Wilhelm und König spielen: Walter Pohl, Ulf Albrecht, Mateng Pollkläsener, Nomena Struß und Sarah Harjes-Fritzsche.

Ach, ja – alle Fans, die schon vor der Eröffnung der Hafenbar am 21. Juli eine „,Golden-City‘-Show“ sehen möchten, haben dazu zwei Möglichkeiten. Eine davon ist die Hafenrundfahrt mit dem Titel „,Golden City‘ unterwegs“, die am Freitag, 17. Juni, um 19 Uhr beginnt – an Bord der „Hanseat“. Treffpunkt: Martinianleger. Eintritt: 24,50 Euro; Vorverkauf: www.hal-oever.de.

Die andere Möglichkeit ist eine „,Golden-City‘-Lokalrunde“ („Singen ohne Noten“) in der Waller „Union-Brauerei“ an der Theodorstraße. Termin: Donnerstag, 23. Juni, 20 Uhr. Eintritt: 15 Euro.

Zülfü Livaneli: Geburtstag in Bremen

Der türkische Komponist, Sänger, Schriftsteller und Filmemacher Zülfü Livaneli feiert am 20. Juni seinen 70. Geburtstag – und zwar mit Freunden in Bremen. Und am Tag zuvor gibt es ein Geburtstagskonzert für Livaneli im Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee – es beginnt am Sonntag, 19. Juni, um 20 Uhr. Dabei sind unter anderem die Sängerin Romy Camerun, der Trompeter Uli Beckerhoff, der Chor der Kulturkirche St. Stephani unter Tim Günther, Torsten Kindermann und – als Leiter – Livanelis langjähriger musikalischer Direktor Henning Schmiedt. Eintritt: 20 Euro.

Nachdem er aus politischen Gründen verfolgt worden war, hatte Livaneli in den 70er Jahren die Türkei verlassen. 1984 kehrte er zurück. Noch im Exil lebend, gab er 1983 mit Maria Farantouri ein umjubeltes Konzert in der Bremer „Schauburg“ (Vor dem Steintor) – und nahm im Sendesaal seine Platte „Ada“ auf. In den vergangenen Jahren trat er mehrfach in der Bremer Kulturkirche auf.

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