Sperrung am 7. August

Futterbleche für die Hochstraße Breitenweg

Die BSAG setzt ab heute die beiden gesperrten Gleise am Hauptbahnhof provisorisch instand. - Foto: Reineking

Bremen - Verkehrsteilnehmer müssen sich am Sonntag, 7. August, auf eine Sperrung der Hochstraße Breitenweg einrichten. An diesem Tag bekommt die Straße Futterbleche. Wie berichtet, sollen diese die Neigung von bis zu drei Millimetern ausgleichen. Die Ursache für die miminale Schiefstellung der Hochstraße liegt in den Bauarbeiten für den benachbarten Hotel- und Bürokomplex vor dem Hauptbahnhof. Bereits heute Morgen will die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) mit der Instandsetzung der gesperrten Straßenbahngleise am Bahnhof beginnen.

Die Gleise hatte es wesentlicher schlimmer als die Hochstraße getroffen. Die Erde war hier im Mai um bis zu acht Zentimeter abgesackt. Seitdem sind zwei der sechs Gleise gesperrt. Dass die Ursache für das Absacken in der Baustelle für das „City-Gate“ liegt, haben Gutachten inzwischen ergeben. Doch was genau Schuld war, zum Beispiel Tiefbauarbeiten oder das Rütteln zum Setzen der Verankerung für die Spundwand, darüber streiten die Experten noch. Investor des Hotel- und Bürokomplexes ist das Hamburger Unternehmen Achim Griese. 

Das kommt laut Bauressort für die Maßnahme an der Hochstraße auf. Die Abstimmungen zwischen Investor und Amt für Straßen und Verkehr (ASV) sind abgeschlossen, sagte gestern Ressortsprecher Jens Tittmann.

Den Angaben zufolge sieht das Berechnungsmodell der 1968 gebauten Brücke eine maximale Querneigung (die jetzt bei drei Millimeter liegt) von fünf Millimetern vor. Ist dieser Wert erreicht, droht die Sperrung. Am Sonntag, 7. August, wird die Brücke an drei (von 27) Stützenpaaren wieder in ihre Ausgangslage gehoben. Dazu werden kraftgesteuerte Pressen eingesetzt. 

Nach der Hebung werden sogenannte Futterbleche zwischen die Lager und den Brückenüberbau zum Höhenausgleich eingebaut, die Pressen wieder abgelassen, so das ASV. Für die Arbeiten muss die Hochstraße gesperrt werden. Die Einrichtungen zur Hebung an den Stützenpaaren bleiben vor Ort, um gegebebenfalls eine erneute Hebung vornehmen zu können.

Zur frühzeitigen Erkennung von weiteren Setzungen wird zudem ein automatisiertes Monitoringsystem zur Vermessung der Brücke eingerichtet, heißt es. Bei Erreichen von vorgegebenen Auslösewerten erfolgt eine automatische Alarmierung.

Nachdem die BSAG an zwei Power-Wochenenden die dringendste Sanierung an Gleisen am Bahnhof vorgenommen hat, setzt sie ab heute die seit Mai gesperrten Gleise A und B provisorisch instand. „Bis zum Ende der Sommerferien sollen die um bis zu acht Zentimeter abgesackten Schienen dann soweit angehoben sein, dass der Bereich wieder sicher und zuverlässig befahren werden kann“, sagte gestern BSAG-Sprecher Andreas Holling. Die Bauarbeiten seien nötig, da nach den Ferien deutlich mehr Busse und Bahnen im Netz der BSAG unterwegs seien als jetzt. Vier von sechs Gleisen seien da schlicht zu wenig.

Heute rücken die Arbeiter Asphaltdecke und Betonaufbau rund um die abgesackte Stelle zu Leibe. Auf einer Länge von 15 Metern werden danach die Schienen und die Entwässerung aus beiden Gleisen entfernt. Im Anschluss daran wird der Oberbau „aufgepolstert“, also mit Beton aufgefüllt, bis eine weitgehend ebene Fläche entstanden ist, so Holling. Darauf gibt's dann neue Schienen in neuem Asphalt.

Die Tiefbauarbeiten an der Baustelle ruhen zur Zeit, bis die Ursache fürs Absacken der Erde ganz klar ist. Der Boden unter den Gleisen sei jedoch „kompakt und tragfähig“, sagte der BSAG-Sprecher. Testfahrten mit einer vollbeladenen Straßenbahn in der vergangenen Woche unterstützten diese Einschätzung. Zur Sicherheit werde der Bereich an bestimmten Messpunkten dauerhaft überwacht und zusätzlich wöchentlich vermessen.

Die umfangreiche Sanierung des Gleisbereichs am Bahnhof hat die BSAG auf 2017 verschoben. - gn

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