Der italienische „Circo Aquatico“ kommt erstmals nach Bremen

Fontänen und Fabelwesen

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Die Handstandartistin Kelly (l.), der italienische Clown Fabio Biggi (am Steuer), dessen belgischer Kollege Ward Claeys (r.) und eine Schildkröte, in der sich der Schneider und Kostümbildner Ricardo Veron verbirgt, werben auf dem Theaterschiff an der Tiefer für das Gastspiel des „Circo Aquatico“ in Bremen.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Der Wasserzirkus hat in der Geschichte der Artistik eine Tradition, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Dank der italienischen Zirkusfamilie Zoppis erlebt er jetzt mit dem „Circo Aquatico“ (im Original: „Magnifico Acquatico“) eine Renaissance. Erstmals kommt der „Circo Aquatico“ nun auf Deutschlandtournee. Vom 23. November bis zum 11. Dezember baut das Ensemble sein Zelt auf der Bremer Bürgerweide auf.

28 Trucks und ein Doppeldeckerbus – damit sind die 30 Artisten unterwegs. Weitere 30 Kräfte sorgen dafür, dass hinter den Kulissen alles läuft. Alles läuft? Alles fließt, alles sprudelt in der Manege, wo das Wasser nicht die Hauptrolle, aber doch eine entscheidende Rolle spielt.

„100. 000 Liter Wasser werden für die Show mit starken Pumpen in der Manege bewegt“, sagt Meike Schütte. Sie ist Sprecherin des von früheren Roncalli-Leuten aufgebauten Unternehmens Grandezza Entertainment, das den „Circo Aquatico“ in Deutschland betreut. Die 100 000 Liter Wasser werden nach der Vorstellung natürlich nicht etwa in die Manege (Durchmesser: 38 Meter) geschüttet, sondern in Tankwagen gepumpt und wieder benutzt.

Springbrunnen und Fontänen sorgen in Verbindung mit Lichtkaskaden und Beleuchtungseffekten für eine Stimmung, in der die Phantasie nur so sprudeln soll. Fische und Fabelgestalten bewegen sich durch die Manege. „Alle Artisten sind Meeresbewohner“, so Schütte. Schildkröten und Seesterne, Seepferdchen und Haie – alles dabei. Keine echten Tiere übrigens – alles gespielt.

Eine Geschichte verbindet die einzelnen Auftritte und die Elemente der Show. Sie dreht sich um einen Clown, der zum Meer kommt und – man ahnt‘s – hineinfällt. Er ist ein frecher Clown, der sich mit den guten Sitten weder über noch unter Wasser so richtig gut auskennt. Also wollen die Meerestiere ihm gutes Benehmen beibringen. „Eine märchenhafte Geschichte von Gut und Böse, von Freundschaft und Fröhlichkeit“, wie es in einer Vorschau heißt.

Auf dieser Reise durch die Meereswelt treten Luftakrobaten und Strapatenkünstler ebenso auf wie Reifenspringer und Kontorsionisten, die man früher „Schlangenmenschen“ nannte. Im Seepferdchen steckt ein Wassermotorrad, der Seepferdchen-Auftritt ist praktisch eine Balance-Nummer. Ein Ballett ist ebenfalls mit von der Partie. Sehr viel Diabolo und Jonglage wird zu sehen sein, sagen die Organisatoren. Und sehr viel Komik gehört ebenfalls zum Programm – klar: mit Clowns in der Hauptrolle.

Der „Circo Aquatico“ soll „Kinder von eins bis 100“ ansprechen, sprich: ein Unterhaltungsangebot für die ganze Familie sein. Im Zelt werden 1 400 (trockene) Einzelsitze aufgebaut. Die Show kommt allein mit Artistik und Musik aus, Text gibt es nicht – das ist so vielleicht auch einfacher, wenn die Artisten aus aller Welt kommen.

Bisher war der „Circo Aquatico“ in Italien, Spanien und Österreich zu sehen, gegenwärtig ist er in Griechenland auf Tournee. „2,3 Millionen Zuschauer haben die Show in der Wassermanege bereits gesehen“, so Schütte.

Premiere in Bremen:

Mittwoch, 23. November, 19.30 Uhr. Anschließend Vorstellungen jeweils mittwochs bis sonnabends um 16 Uhr und um 19.30 Uhr, sonntags um 11 Uhr und um 15 Uhr. Eintrittspreise: 13 Euro (Rang D, ermäßigt) bis 35 Euro (Loge).

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