Feuerwerk der Virtuosität

„Musik und Licht am Hollersee“ lockt mehr als 20.000 Menschen an

Raketen steigen über dem Hollersee auf, während auf der Bühne Händels „Feuerwerksmusik“ erklingt. - Fotos: Kowalewski

Bremen - Von Martin Kowalewski. Mehr als 20.000 Besucher, ein grandioses Konzert mit farbenprächtigem Feuerwerk und keine Zwischenfälle. Zum 28. Mal fand am Sonntagabend „Musik und Licht am Hollersee“ mit dem Jugendsymphonieorchester Bremen-Mitte statt.

„Wir haben heute so was wie die ,Pastorale‘ von Beethoven durchlebt. Heute Mittag ist die Gewitterfront durchgezogen. Nun können wir den letzten Satz genießen“, sagt Berend Erling, stellvertretender Präsident des Bürgerparkvereins, vor Beginn des Konzertes. Mehrere Tage hatten die Veranstalter Grund zur Sorge. Zum Konzert ist alles trocken.

Tom Einig hat es sich auf einem Stuhl mit Blick auf den Hollersee bequem gemacht. Vor ihm steht seine Foto-Kamera auf einem Stativ. Er will nicht nur die Musik und das Feuerwerk genießen, sondern auch viele schöne Fotos machen. „Das Feuerwerk ist recht schwer zu fotografieren. Aber zehn Prozent der Fotos werden gut“, sagt er. Um ihn herum sitzen mehrere Männer und Frauen in einer Stuhlreihe. Dicht vor dem Wasser haben sie eine noch größere Zahl von Fackeln in die Erde gesteckt. Petra Schilling hat für sich und ihren Partner schon sechs Fackeln gekauft und die Veranstaltung damit unterstützt. „Ich komme hierher, seit es das gibt. Die Atmosphäre ist einfach toll. Sehr schön finde ich auch, dass man hier Jung und Alt sieht“, sagt die Bremerin.

Ein sanfter Lichtschein säumt den Hollersee

Zu Konzertbeginn ist es auf dem Gelände richtig voll. Kurz und mit viel Schmackes eröffnet das Jugendsymphonieorchester Bremen-Mitte mit „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss das Konzert. Es folgt der komplizierte und filigrane dritte Satz aus dem „Konzert für Violine und Orchester“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Leicht und elegant und mit entspanntem Gesichtsausdruck spielt die junge Konzertmeisterin des Jugendsymphonieorchesters, Charlotte Freitag, die komplizierten Läufe der Solo-Violine. Inzwischen haben die Gäste ihre Fackeln angezündet. Ein sanfter Lichtschein säumt den Hollersee.

Der Bass-Bariton Christoph Heinrich vom Bremer Theater singt unter anderem ein Stück aus Gioacchino Rossinis „Der Barbier von Sevilla“. Dabei untermalt er mit ausdrucksstarker Mimik und viel Körpereinsatz die Musik. Mit der Ankündigung der „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel gehen viele Zuschauer, die vor der Bühne stehen, in Richtung Hollersee. „Jetzt wird der Himmel noch dunkler“, scherzt ein Mann, der am Rand des Wegs um den See sitzt und aufsteht, weil es vor ihm voll wird. Wie immer startet das Feuerwerk von einem Floß in der Mitte des Sees aus. Zunächst brennen einzelne Fontänen und Feuerkugeln, während auf der Bühne das Klanggeschehen Fahrt aufnimmt. Dann steigen Raketen über dem See auf, immer wieder im Wechsel mit Fontänen, Feuerkreiseln und anderen Effekten.

Beim Bürgerparkverein ist man hochzufrieden. „Alles lief ohne Probleme. Es gab keine erwähnenswerten Schwierigkeiten mit Müll und auch keine Unfälle“, sagt Parkdirektor Tim Großmann. Insgesamt 80 ehrenamtliche Helfer waren im Einsatz, um das Konzert zu ermöglichen.

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