„Festival Maritim“ mit großem Besucherandrang

Eine Plattform der Begegnungen

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Die französische Band „Barbar‘O‘Rhum“ spielte beim „Festival Maritim“ auf.

Bremen - Von Doris Friedrichs. In Vegesack drehte sich am Wochenende wieder alles um die Seamusic von allen Weltmeeren. Bis gestern lud das „Festival Maritim“ dazu ein, Irish und Scottish Folk, keltische Folklore, Bluesgrass und Balladen bis hin zu den Arbeitsliedern der Seeleute früherer Zeiten zu erleben.

33 Bands, Chöre und Gruppen waren mit von der Partie. Schon am Freitagabend strömten die Menschen an die Maritime Meile. Und der Besucherandrang hielt an. Die Veranstalter meldeten gestern Abend mit rund 115 000 Menschen einen Rekordbesuch. Die Weser auf der einen Seite, der Stadtgarten auf der anderen – und mittenmang Seamusic von Gruppen aus Ländern wie Polen, den Niederlanden, Großbritannien und Deutschland. Partnerland war diesmal Frankreich. Allein von dort kamen elf Bands zum Freiluft-Event. Eröffnet wurde das Festival von fünf Franzosen in wilden Piratenkostümen mit Flöten und Dudelsäcken. Stampfende Rhythmen wechselten mit keltischer Tanzmusik und prägten den Auftritt von „Barbar‘O‘Rhum“.

An Käpt’n Jack Sparrow und seine Kumpanen erinnerten die „Pyrates“ aus Großbritannien. Die Freibeuter eroberten mit Folkmusik die Bühne am Hafenwald. Die Musik ließ sich vier festen Bühnen und an vielen weiteren Stationen rund um die Maritime Meile und den „Museumshaven“ genießen – inklusive der „Schulschiff Deutschland“ sowie der Fähren Vegesack-Lemwerder. Der Nord-Bremer Rainer Schultz ist Festival-Besucher der ersten Stunde. Seit 17 Jahren hat er keine der Veranstaltungen versäumt. Diesmal freute er sich besonders auf die französische Band „La Bouline“. Die Musik verleite zum Mitmachen, Tanzen und Klatschen. „Das französische Flair des diesjährigen Festivals begeistert mich. Die Atmosphäre ist aber immer toll“, sagte er. „Ein einmaliges Ereignis für Bremen, das ich immer gerne besuche, schon weil es sich immer weiterentwickelt hat“, schwärmte die Vegesackerin Ulla Deetz. „Ich würde mich freuen, wenn ganz viele Menschen tanzen, singen, Freude haben und die Alltagssorgen vergessen. Das Festival ist eine Plattform der Begegnungen, Musik verbindet.“ „Es zieht einen hier von einer Bühne zur anderen“, gestand Volker Beringer, der in erster Linie wegen der Musik beim Festival ist.

Und sonst? Schlendern mit Blick auf Wasser, Wellen und dicke Pötte. Verweilen im Grün des Stadtgartens bei einem Gläschen Wein oder einem Café au lait, Frankreich von seiner kulinarischen Seite genießen mit Fromages de Montagne, Nougat de Montelimar, Dijon-Senf in zahlreichen Variationen, Olivenöle und Olivenspezialitäten, Salami mit Fenchel, Steinpilzen, feinen Backwaren und vielem mehr.

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