Farbenspiele und Deko-Trends bei den „Gartenträumen“ auf der Bürgerweide / Messe dauert noch bis morgen

Es muss nicht immer nur Rot sein

Deko-Träume mit Getier verschiedener Größe.
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Deko-Träume mit Getier verschiedener Größe.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Jeder kennt Clivien. Aber immer nur die roten“, sagt Frank Süpplie, der aus den Niederlanden kommt und nun bei den „Gartenträumen“ auf der Bürgerweide Pflanzen anbietet. Clivien zum Beispiel. Aber nicht nur die roten. „Wir haben pfirsichfarbene und gelbe. Neue Züchtungen.“ Ob rot, ob gelb – es passt zum Trend. „Farbenspiele“ sind angesagt, sagen die Messe-Organisatoren.

Etwa 100 Aussteller zeigen noch heute und morgen, wie sich Trends und Gestaltungsideen umsetzen lassen. Gartentechnik und Gartenmöbel, Gartengeräte und Gartendeko – bei den „Gartenträumen“ rückt all das rechtzeitig zum Frühlings- und Saisonauftakt in den Fokus. Das stößt auf Interesse. Im vorigen Jahr, so heißt es, kamen knapp 24000 Besucher zu der Messe. Gestern standen die Besucher auch schon am Vormittag Schlange. Die „Farbenspiele“, sie sind auch eine willkommene Ablenkung vom grauen Bremer Frühjahrshimmel.

Clivien und Orchideen, Fuchsien und Bougainvilleen – am Messestand von Frank Süpplie sind die Farbenspiele nicht zu übersehen, da sind Gartenträume auch Blütenträume. Er hat auch historische Osterglockensorten dabei. „Die sieht man nicht so oft.“ Raritäten und Sorten mit Blütenformen und -farbnuancen, die sich vom Gewohnten durchaus unterscheiden. Wie zum Beispiel bei der gefüllten Edelnarzisse „Rip van Winkle“.

Doch ein Garten besteht ja nicht allein aus Pflanzen. An manchen Stellen der Messe wächst sogar der Eindruck, dass es auch Gartenträume gibt, in denen Pflanzen eher eine Nebenrolle spielen, wenn das Augenmerk auf plätschernden Brunnen und mächtigen Buddha-Statuen liegt.

Überhaupt: Deko. Zwischen all den Knollen und Zwiebeln, Wurzeln und Samen, zwischen all den Gartenmöbeln und Gartengeräten, Modellgärten und Sichtschutzmodellen findet sich Zierrat in unterschiedlichster Ausführung. Hasen und Vögel, Frösche und Katzen – nichts davon echt, aber alles echt schön. Jedenfalls im Auge des dekorationsverliebten Betrachters.

Ein Bühnenprogramm (blumig „Experten-Plaza“ betitelt) rundet das Angebot der „Gartenträume“-Messe ab. Große Wirkung auf kleiner Fläche, Teich-Techniken, Deko-Ideen – das ist das Themenspektrum. Wer lieber guckt als zuhört, kann aber auch einfach auf Entdeckungsreise gehen. Und findet zum Beispiel Samen für (nahezu) schwarze Tomaten. Für den Grufti-Garten? Nein, auch sie brauchen – wie rote Tomaten – das Licht. Viel Licht. Viel, viel Sonne.

Etwas anderes noch hat Frank Süpplie aus den Niederlanden mitgebracht. Töpfe mit kleinen Pflanzen, die einmal Erdbeeren tragen sollen. Keine roten Erdbeeren allerdings, sondern: weiße Erdbeeren. „Der Renner für 2016“, sagt Süpplie. Und? Schmecken die weißen wie die roten Erdbeeren? „Nein“, ist die Antwort. „Die weißen schmecken etwas mehr nach Ananas als die roten.“ Und so ist es wie bei den Clivien – es müssen ja nicht immer die roten sein...

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