„German Folding Bike Open“ am 7. August: Britisches Flair an der Rennstrecke

Faltrad trifft Klapprad

Vor einem Jahr waren beim „Brompton National Championship“ in Bremen 270 Teilnehmer am Start. Am Sonntag, 7. August, wird auf dem City-Rundkurs bei der „German Folding Bike Open“ der „Meister aller Klapp- und Fahrradklassen“ ermittelt. - Foto: Koller

Bremen - Von Jörg Esser. Oldschool trifft Newschool. Schrullige Klappräder treffen auf schnittig gestylte Falträder. Ein Spektakel mit viel britischem Flair versprechen die Veranstalter der ersten „German Folding Bike Open“ (GFBO). Der „Meister aller Klapp- und Faltradklassen“ soll am Sonntag, 7. August, in Bremen ermittelt werden – auf einem Rundkurs rund um den Wall.

„Very british“ soll es zugehen. „Im Zeichen des Brexit, jetzt erst recht“, sagt Stephan Menke vom GFBO-Veranstaltungsbüro. Bei Klapprädern ist das ja auch Ehrensache. Schließlich war es der Brite William Grout, der das erste Falt- und Zerlegerad entwickelte und es 1878 patentieren ließ. Es war ein Hochrad mit Vollgummireifen, dessen Vorderrad sich in vier radiale Segmente zerlegen ließ, die mit dem gefalteten Rahmen Platz in einem dreieckigen Koffer fanden. 

Und Grouts Landsmann Alex Moulton gilt als Schöpfer des stilprägenden Klapprads „Moulton Stowaway“ aus den 60er Jahren. Zurück in die (nahe) Zukunft: Die GFBO wird um 13  Uhr gestartet. Menke rechnet nach aktuellem Stand mit 120 Teilnehmern. Die Meldefrist läuft allerdings noch bis Sonntag, 31. Juli. Vor einem Jahr beim „Brompton National Championship“ waren 270 Radler in Bremen am Start.

Zelebriert wird erneut der „Le-Mans-Start“: Die Teilnehmer müssen zunächst zu ihrem zusammengefalteten Bike laufen, es dann entfalten. Danach geht es auf die Piste. Genauer gesagt, auf einen 2,15 Kilometer langen City-Rundkurs. Start und Ziel ist in der Straße „Am Wall“, auf Höhe der Bischofsnadel. Die Strecke führt an Goethe-Theater, Kunsthalle und Wagenfeld-Haus vorbei sowie durch Teile der Wallanlagen. Der Rundkurs wird sechsmal durchfahren. Macht knapp 13 Kilometer. „Die Sieger werden nach 25 Minuten im Ziel erwartet“, sagt Menke.

Es kommt auf Schnelligkeit an. Aber auch aufs Outfit. Auf den Dresscode. Das Motto lautet: „Skurril mit Stil.“ Die Klapp- und Faltradpiloten sollen Blazer, Sakko, Bluse, Hemd, Rock, Shorts und Binder kombinieren und möglichst an den Zeitgeist der 60er und 70er Jahre anpassen. Kreativität ist erwünscht. Einige Stilikonen der Szene haben Überraschungen angekündigt. Zudem herrscht Helmpflicht. Übrigens: Der schnellste Fahrer gewinnt. Diverse Extra-Wertungen gibt es. Und einen Preis für das „schönste und orginellste Outfit“.

Die Veranstaltung rund um die GFBO beginnt bereits am Sonnabend, 6. August, ab 16   Uhr mit Akkreditierung und „Come Together“. Am Sonntag gibt es dann rund ums Rennen von 10 bis 18  Uhr ein Bühnenprogramm mit Interviews, Musik und Modenschau. Sprintwettbewerbe sind geplant. Aussteller präsentieren Faltradmodelle. Auch die Gastronomie ist „very british“. Im Angebot sind „English Breakfast“, „Fish and Chips“, „Beef Wellington“, „Pies“, „Scones“, Gin sowie Ale. Und Tee. Aber gemach, gemach: Es gibt auch Bratwurst und Pommes.

Wie erwähnt, werden noch bis zum 31. Juli Meldungen online entgegengenommen. Die Startgebühr beträgt 45  Euro. Für Mitglieder des Fahrradclubs ADFC gibt es 20  Euro Rabatt.

www.foldingbike-race.de

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