Faktor Arbeit rückt in den Fokus

    • aHR0cDovL3d3dy5rcmVpc3plaXR1bmcuZGUvbG9rYWxlcy9icmVtZW4vZmFrdG9yLWFyYmVpdC1ydWVja3QtZm9rdXMtMjM2MTAyMS5odG1s2361021Faktor Arbeit rückt in den Fokus0true
    • 21.06.12
    • Bremen
    • Drucken
Neue Kriterien für Wirtschaftsförderung

Faktor Arbeit rückt in den Fokus

    • recommendbutton_count100
    • 0
    • 0

Bremen - Die bremische Wirtschaft ist im Aufschwung. „Doch das Wachstum kommt längst nicht bei allen Menschen an“, sagt Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen.

40 Prozent aller neuen Arbeitsverträge seien befristet, Leiharbeit und Niedriglohnbereiche boomen. Es sei Zeit umzusteuern, sagt Schierenbeck. Darin ist er sich mit Wirtschafts- und Arbeitssenator Martin Günthner (SPD) einig: „Wer den ganzen Tag arbeitet, muss auch von seinem Job leben können.“

Kammer und Senator organisierten gestern eine Tagung, die sich mit den Anforderungen an eine integrierte Wirtschaftspolitik beschäftigte. Ein Ergebnis: Die Qualität der Arbeitsplätze soll noch stärker in den Fokus rücken. Laut Schierenbeck ist Bremen auf einem guten Weg.

Ein Mindestlohngesetz steht kurz vor der Verabschiedung, ein Vergabegesetz knüpft öffentliche Aufträge an die Einhaltung von bestimmten Anforderungen. „Das sind wichtige Bausteine.“

Auch die Wirtschaftsförderung soll künftig an Kriterien guter Arbeit gekoppelt werden, sagt Günthner. Wirtschaftsförderung sei kein Selbstzweck, sondern Mittel, um vernünftig bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten. Dem Senator schwebt eine Höchstquote für Leiharbeit und Minijobs sowie eine Mindestquote für Ausbildungsplätze vor. Beispiele für ein solches Modell gibt es bereits: Die ostdeutschen Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen fördern nur solche Unternehmen, die höchstens 20 beziehungsweise 30 Prozent Leiharbeiter beschäftigen.

„Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsförderung müssen lernen, den Faktor Arbeit wiederzuentdecken“, sagt Dr. Dieter Rehfeld, Direktor am Institut für Arbeit und Technik in Gelsenkirchen. „Arbeitskräfte werden zum Engpass, nicht mehr unbedingt die Arbeitsplätze.“ Eine „integrative Wirtschaftsförderung“ müsse es sich deshalb zur Aufgabe machen, den Produktionsfaktor Arbeit in den strategischen Fokus zu nehmen, um Fachkräfte an den Standort zu binden oder neue zu gewinnen. · je

zurück zur Übersicht: Bremen

Kommentare

Die neuestenFotostrecken

19.06.2013 Hurricane Festival in Scheeßel

    • aHR0cDovL3d3dy5rcmVpc3plaXR1bmcuZGUvZnVuLWZyaWVuZHMvbmlnaHRsaWZlL2h1cnJpY2FuZS1mZXN0aXZhbC1zY2hlZXNzZWwtaHVycmljYW5lLWZlc3RpdmFsLTIwMTMtYXVmYmF1LTI5NjM2MjYuaHRtbA==296362619.06.2013 Hurricane Festival in Scheeßel0true
    • 20.06.13
    • Scheeßel
19.06.2013 Hurricane Festival in Scheeßel NR. 332341
weitere Fotostrecken:

Meist gelesene Artikel

  • Heute
  • 7 Tage
  • 30 Tage
  • Themen

Auto landet auf dem Dach

Bremen - Kurz nach Mitternacht sind Anwohner am Schwarzen Weg in Gröpelingen durch einen lauten Knall geweckt worden. Als sie aus dem Fenster sahen, lag vor ihrer Haustür ein roter Wagen auf dem Dach. Vom Unfallort sahen sie einen jungen Mann mit freiem Oberkörper flüchten.Mehr...

Feuerwehr rettet 37 Menschen aus brennendem Haus

Bremen - Die Bremer Feuerwehr hat in der Nacht zum Dienstag 37 Menschen aus einem brennenden fünfstöckigen Haus gerettet. Als die Einsatzkräfte ankamen, brannte die komplette Geschäftszeile im Erdgeschoss, teilte die Feuerwehr mit.Mehr...

Innensenator Ulrich Mäurer hat gestern den Rockerverein „Hell‘s Angels“ verboten. Auch das Tragen von Kutten und Jacken mit der Abbildung eines geflügelten Totenkopfes und dem Schriftzug „Hell’s Angels“ ist untersagt. ·

Mäurer stoppt „Höllenengel“

Bremen - Von Jörg Esser. Und Schluss: Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hat gestern den Verein „Hell‘s Angels MC Bremen“ verboten. Sinn und Zweck der Rockergruppe laufe den Strafgesetzen zuwider, heißt es in der entsprechenden Verfügung der Innenbehörde. Den „Hell‘s Angels“ ist damit jede Tätigkeit in Bremen untersagt. Das Vermögen des Vereins wird beschlagnahmt.Mehr...

Meist kommentierte Artikel

  • 3 Tage
  • 7 Tage
  • Themen

Schwer verletzt: Räuber schubst 92-Jährige Treppe runter

Bremen - Heute Mittag schubste ein junger Mann eine 92 Jahre alte Frau die Treppe vor ihrem Haus in Findorff herunter und entwendete ihre Handtasche. Die Dame verletzte sich schwer.Mehr...

Schwer verletzt: Räuber schubst 92-Jährige Treppe runter

Bremen - Heute Mittag schubste ein junger Mann eine 92 Jahre alte Frau die Treppe vor ihrem Haus in Findorff herunter und entwendete ihre Handtasche. Die Dame verletzte sich schwer.Mehr...

Werder Bremen

Infos und aktuelle Nachrichten über Werder Bremen. Lesen Sie alles über den norddeutschen Top-Verein.weiter....

Kontakt

Redaktion Bremen

Schlachte 2
28195 Bremen
Telefon 0421 / 33977-13
Telefax 0421 / 33977-17
redaktion.bremen@kreiszeitung.de

Artikel lizenziert durch © kreiszeitung
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.kreiszeitung.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.