1. „Velotörn“ lockt viele Sportler und Zuschauer an

Erfolgreicher Start in der Überseestadt

Sekundenbruchteile zählen – der Zieleinlauf beim Jedermannrennen über 50 Kilometer. Der erste „Velotörn“ in der Überseestadt wurde zu einem vollen Erfolg. - Foto: Kowalewski

Bremen - Von Martin Kowalewski. Die Hansestadt ist um eine große Sportveranstaltung reicher. Als voller Erfolg hat sich am Wochenende der erste „Velotörn“ in der Überseestadt erwiesen. Tausende von Zuschauern, viel Sonne und strampelnde Radler machten das Radsport-Spektakel zu einem Erfolg. Die Organisatoren wollen das Event weiterführen.

Es wird schon richtig warm, während die mehr als 300 Teilnehmer an den Start für das 50-Kilometer-Jedermannrennen durch die Überseestadt gehen. Ein großes Feld wartet hinter der Startlinie und hinter dem Führungswagen, der für das ganze Rennen an der Spitze bleiben wird.

Bernd Speer wirkt locker. Der Hobby-Radsportler ist für das Rennen aus Dithmarschen bei Hamburg angereist. Er will sich ins Zeug legen. Sein Ziel ist es, zum ersten Drittel zu gehören. „Ich möchte schon ein Durchschnittstempo von 42 Kilometern pro Stunde fahren“, sagt er.

Spaß beim Rennen wünscht sich Ina Aschenbrenner aus Rotenburg. „Das ist echt ein Superwetter. Das kann nur ein schönes Rennen werden“, sagt sie. Sie möchte ein Durchschnittstempo von 30 Kilometern pro Stunde über die sechs Runden erreichen.

Die Uhr läuft. Der Start rückt näher. André Larisch macht sich bereit, um das Führungsauto zu lenken. Er ist auch Radsportler. Seine heutige Aufgabe nutzt er, um sein zweites Hobby einzubringen. Das Feld wird von einem Auto-Klassiker angeführt, einem Porsche aus dem Jahr 1982. „Die Spitzengruppe kann sich an dem Auto orientieren. Außerdem werden heute die ersten 1.000 Meter im Feld ohne Überholungen gefahren. Das geht bis zu einer etwas schwierigen Baustelle“, sagt Larisch.

Relativ schnell nach den ersten 1.000 Metern setzt sich eine Spitzengruppe von gut 40 Fahrern ab und baut ihren Vorsprung aus. „Der Rad-Club Bremen ist vorne“, sagt der Kommentator und Radsportler Peter Rohde. Einzelne preschen mal hervor.

Für einige Fahrer endet das Rennen leider mit einem platten Reifen, so auch bei Sascha Hasemann. Er nimmt die Sache locker. „Man kann nichts machen. Ich werde beim nächsten Rennen wiederkommen“, sagt er.

Derweil blickt Jürgen Schöttke auf ein vorbeiziehendes Fahrerfeld. Er hat schon sein Sportoutfit für das folgende 100-Kilometer-Rennen an. „Das ist eine ganz tolle Sache für Bremen“, schwärmt er. „Radfahren ist ein toller, altersgerechter Sport. Ich bin früher gelaufen, das kann ich seit einem Bandscheibenvorfall nicht mehr“, so der 1959 geborene Schöttke.

Die Spannung steigt. Das Führungsauto überquert die Ziellinie. Ein paar Personen haben sich etwas vom Feld abgesetzt. Sekundenbruchteile zählen. Als erster geht Carsten Kuttritz von der RSG Hasetal über die Ziellinie – mit 1:17:49, 833 Stunden. Linda Scholübbers, die schnellste Frau und angetreten für RCB Frauenpower, braucht 1:17:53,171.

„Velotörn" in Bremen

Veranstalter Oliver Gehrking, selber Radsportfan, ist hochzufrieden mit dem „Velotörn“. Er und zwei weitere Organisatoren haben ein Jahr an der Veranstaltung gearbeitet. „Die Idee hatten wir schon vor sieben Jahren. Doch wir haben sie zurückgestellt, weil dann die Bremen Challenge kam“, erzählt er. Da diese dann in diesem und im vergangenen Jahr ausfiel, legten er und seine Kollegen los. Zufrieden ist er auch mit dem Sonnabend. Da gab es Rennen rund um den Schuppen 1, darunter auch ein Dernyrennen. „Dabei fuhren die Radler im Windschatten von etwas hochgetunten E-Bikes und nutzten den Windschatten“, erzählt Uwe Vahrenkamp, ebenfalls Organisator.

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