Bremer Freimarkt: Blickfang mit lustig-gruseligem Fahrvergnügen

Fahrvergnügen in der  „Haunted Mansion“ 

Kurze Pause neben einem Zombi: Marha Cihasera aus Bremerhaven in der Geisterbahn „Haunted Mansion“ auf dem Bremer Freimarkt. - Foto: Kowalewski

Bremen - Von Martin Kowalewski. Sie ist ein Blickfang auf dem Freimarkt. Man sieht sie zwar nicht aus der Ferne, doch ihre bereits von außen beeindruckende Erscheinung lässt die Passanten stehenbleiben. Viele machen ein Foto von der Geisterbahn „Haunted Mansion“. Einige setzen sich neben einen leicht verwesten Zombi und lassen sich von ihren Freunden ablichten.

Auf mehreren Sitzflächen kann man an der Bahn kurz Pause machen. Was für ein Service! Aber huch, plötzlich erklingt ein lautes Summen, die Sitzfläche vibriert. Man muss schon echt erschöpft sein, um dabei nicht sofort erschrocken aufzuspringen. Totenschädel zieren die Front des Fahrgeschäftes. Das Besondere an dieser Geisterbahn: Die Fahrgäste sitzen in Gondeln, und die Beine ragen heraus. Das fühlt sich ziemlich unheimlich an, vor allem, wenn man weiß, dass unter den eigenen Füßen Zombies und lebende Skelette ihr Unwesen treiben und dann noch irgendetwas gegen die eigenen Beine pustet.

Doch nicht genug des Schreckens. Nicht nur an der Fassade des Fahrgeschäftes hängen überall Totenköpfe. Auch drinnen herrscht Verwesung. Aus einem Totenschädel spritzt den Fahrgästen plötzlich ein kalter Wasserstrahl entgegen, mehr als frech und quicklebendig ist dieser „Tote“. Gut, dass es mit der Hängegondel auch mal kurz raus an die frische Luft geht. So lässt sich in einigen Metern Höhe kurz durchatmen.

Nicht nur, dass von allen Seiten gefährliche Wesen auftauchen und schreiend nahe an den Wagen kommen. Irgendwann wird die ganze Angelegenheit nicht nur kribbelig, sondern auch noch kitzelig. Etwas berührt den Aufregung suchenden Fahrgast am Kopf. Dann ein sanfter Stups aus der Dunkelheit in die Seite, es kitzelt etwas am Hinterkopf. Ein lautes Gelächter ist hinter dem Wagen zu hören. Ein „Erschrecker“ springt vom Wagen ab und amüsiert sich sichtlich.

Die Fahrt ist um, es geht raus, aber selbst auf den letzten Metern lauern Überraschungen. Und auch damit immer noch nicht genug. Beim Gang entlang der Fassade springt eine Kiste auf. Die Figur eines alten Herren sitzt auf dem nun nicht mehr stillen Örtchen und meckert erst mal ordentlich: „What you’re looking at?“ Die Passanten lachen.

Grüße aus dem Inneren von „Haunted Mansion“. Ein Totenschädel wird herausgehalten. - Foto: Kowalewski

„Manchmal kommen unsere Erschrecker noch ein bisschen raus und gehen ein Stück hinter den Passanten her“, erzählt Inhaber Johan Hinzen. Die Intensität der Fahrt mit „Haunted Mansion“ variiert mit der Tageszeit. Die oben geschilderte Fahrt am Mittag ist familienfreundlich und auch für Omas und Opas mit ihren Enkeln geeignet. „Abends, wenn die Erwachsenen und die Jugendlichen kommen, steigern wir die Intensität der Effekte. Dann setzen wir auch noch mehr Erschrecker ein“, sagt Hinzen. „Generell setzen wir mit der Bahn auf Grusel, nicht auf Horror. Es soll unheimlich sein. Horror wäre aggressiver. Wir setzen darauf, geheimnisvoll zu sein. Die Leute sollen sich fragen, was passiert da?“ Das ist gelungen. „Haunted Mansion“ ist zudem eine wirklich witzige Geisterbahn.

Auch Marha Cihasera aus Bremerhaven mag das Fahrgeschäft und will mit dem Zombi fotografiert werden. „Ich bin in Bremerhaven schon mal damit gefahren“, erzählt sie. „Vor uns ist so eine riesige Spinne runtergekrabbelt. Das war am meisten erschreckend, denn ich hasse Spinnen“, sagt sie lachend.

Alle Infos zum Freimarkt auf www.freimarktlife.de

Mehr zum Thema:

FIFA-Klub-WM: Alle bisherigen Sieger

FIFA-Klub-WM: Alle bisherigen Sieger

Volvo hängt auf der Skipiste fest

Volvo hängt auf der Skipiste fest

Widerstand der Rebellen in Aleppo bricht immer mehr zusammen

Widerstand der Rebellen in Aleppo bricht immer mehr zusammen

Opel Insignia Grand Sport

Opel Insignia Grand Sport

Meistgelesene Artikel

Weltkriegsbombe in Bremen entschärft

Weltkriegsbombe in Bremen entschärft

Ein Vegesacker Wahrzeichen

Ein Vegesacker Wahrzeichen

Junger Bremer stellt Edelpralinen von Hand her

Junger Bremer stellt Edelpralinen von Hand her

Reaktionen auf geplanten Sparkassen-Umzug

Reaktionen auf geplanten Sparkassen-Umzug

Kommentare