Polizei fasst mutmaßlichen Serientäter

Schmuck, Kameras, Laptops: 140 Einbrüche in Bremen und „umzu“

Wer kann Hinweise auf die Herkunft des Schmucks und der Ikonenbilder geben? - Fotos: Polizei

Bremen - Die Polizei in Bremen und Delmenhorst hat einem mutmaßlichen Serieneinbrecher das Handwerk gelegt. Der 42-Jährige ohne festen Wohnsitz in Deutschland sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Er soll in wechselnder Besetzung rund 140 Einbrüche in Bremen und „umzu“ verübt haben. Wie die Polizei am Montag berichtete, wurde der 42-Jährige auf frischer Tat ertappt. Der Festnahme gingen monatelange umfangreiche Ermittlungen voraus, wie Stephan Alken von der Bremer Polizei sagte. Die Beamten aus Bremen und aus Delmenhorst arbeiteten dabei eng zusammen, wie es heißt. 

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 42-Jährige seit Anfang Oktober in den Abendstunden regelmäßig in Wohnungen und Einfamilienhäuser in Bremen, Delmenhorst und in angrenzenden Gemeinden, so zum Beispiel Stuhr, eingebrochen sein. 

Dabei soll der Mann wechselnde Komplizen gehabt haben. Zwei Männer aus Bremen, 41 und 54 Jahre alt, sowie ein weiterer aus Delmenhorst (51) und ein 52-Jähriger aus dem Ausland stehen im Verdacht, die Einbrüche teilweise mit dem 42-Jährigen begangen zu haben.

Ortsübergreifende Ermittlungen bringen Erfolg

Laut Alken häuften sich die Einbruchsdiebstähle im April sowohl in Bremen als auch im Umland. Daraufhin wurde eine gemeinsame Ermittlungsgruppe der Polizei Niedersachsen und Bremen eingerichtet. Zwei Bremer Beamte, ein Mann und eine Frau, unterstützten das Team, um der Einbrecherbande das Handwerk zu legen. 

Die Ermittlungen konzentrierten sich auf den 42-Jährigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Ahlken: „Nach bisherigen Erkenntnissen hält sich der 42-jährige international agierende Tatverdächtige nur in Deutschland auf, um Straftaten zur Finanzierung seines Lebensunterhaltes zu begehen.“ In der hellen Jahreszeit im Sommer soll die Zahl der Einbrüche zurückgegangen sein. Pünktlich Ende September schnellten die Zahlen nach Polizeiangaben wieder hoch.

Offenbar hatten die Ermittler bis November genug Material gesammelt, um zuzugreifen. Am 2. November fassten die Beamten den 42-Jährigen in Zusammenarbeit mit Spezialkräften aus Bremen nach vier Einbrüchen in der Hansestadt auf frischer Tat. Noch am selben Tag gab es großangelegte Razzien in fünf Wohnungen und anderen Gebäuden in Bremen, Delmenhorst und Stuhr-Seckenhausen. Dabei stellten die Polizisten umfangreiches Material sicher.

Schmuck, Kameras und Laptops

Darunter sind unter anderem Schmuck, Kameras und Laptops. Inzwischen laufen die Auswertungen. Insbesondere diverser Goldschmuck konnte bislang noch keinem Eigentümer zugeordnet werden, sagte Ahlken. Auffällig sind seinen Angaben zufolge zwei wertvolle Ikonenbilder („mehrere tausend Euro“), deren Besitzer gesucht wird. 

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg erließ das Amtsgericht Oldenburg gegen den 42-Jährigen Haftbefehl wegen des Verdachts des bandenmäßig begangenen Einbruchdiebstahls. Er befindet sich laut Polizei zur Zeit in Untersuchungshaft in Oldenburg. Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Taten dauern an.

Wer Hinweise zu den Ikonen oder Schmuck geben kann, den bittet die Polizei, sich unter 04221/15590 zu melden.

gn

www.polizei.bremen.de

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