„Internationaler Museumstag“ in Bremen

Einblicke ins kulturelle Erbe

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Diese Aufnahme aus der historischen Sammlung des Bremer Übersee-Museums zeigt eine Löwengruppe.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Einmal im Jahr laden Museen auf der ganzen Welt gemeinsam zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. So wollen sie – und der Internationale Museumsrat (ICOM) – auf ein weltumspannendes kulturelles Erbe aufmerksam machen, das es rund um den Globus zu entdecken gibt. Und eben auch ganz in der Nähe, in der Nachbarschaft.

Das Bremer Übersee-Museum zum Beispiel ist am Sonntag, 22. Mai, beim „Internationalen Museumtag“ dabei, der in diesem Jahr unter dem Motto „Museen in der Kulturlandschaft“ steht. Vor nunmehr 120 Jahren ist das Übersee-Museum gegründet worden.

Und so steht dort am Museumstag die Geschichte des Hauses im Mittelpunkt. „Bei kostenlosen Führungen erfahren die Besucher, wie sich das Museum in den vergangenen 120 Jahren verändert hat“, so Sprecherin Cerstin Wille. „Das Programm spannt einen Bogen von besonders alten Sammlungsstücken aus Asien oder Amerika bis zur zeitgenössischen Kunst in der Afrika-Ausstellung. Familien können die aktuellen Ausstellungen bei einer Familienführung kennenlernen. Der Eintritt in das Übersee-Museum ist an diesem Tag frei.“

„Wie der Rabe die Sonne stahl“

Rundgänge zu verschiedenen Themen gibt es um 11 Uhr („Wie der Rabe die Sonne stahl“), 12 Uhr („Eine Zeitreise durchs Museum“), 14 Uhr („Das China-Haus“), 15 Uhr (Familienführung) und 16 Uhr („Moderne Kunst Afrikas“). Der 22. Mai ist zugleich auch die letzte Gelegenheit, die Sonderausstellung „Faszination Wale“ zu sehen.

Auch das Overbeck-Museum in Vegesack beteiligt sich am „Internationalen Museumstag“ und gewährt am 22. Mai allen Besuchern freien Eintritt. „Wir möchten dazu einladen, den einzigartigen Nachlass von Fritz und Hermine Overbeck zu entdecken“, erklärt Museumsleiterin Dr. Katja Pourshirazi. „Diese wunderschönen Gemälde zählen zum kulturellen Erbe unserer Region, sie sind in Worpswede und im Bremer Norden entstanden und erzählen die Geschichte dieser Gegend.“

Um 11.30 Uhr bietet die Museumsleiterin eine einstündige Führung durch die aktuelle Ausstellung an, in der sie anhand von Gemälden, Fotografien und Briefzitaten aus dem Leben des Künstlerehepaares erzählt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Für Kinder gibt es am „Tag der offenen Tür“ ein ganz besonderes Angebot: Im Overbeck-Museum warten allerlei Rätsel, Spiele und die Möglichkeit zum eigenen Malen auf die jüngsten Museumsbesucher.

Fritz Overbeck: „Badende Jungen an der Aue“. - Foto: Overbeck-Museum

In seiner Ausstellung „Incidents – Zwischenfälle“ bietet die Galerie im Park am Klinikum Bremen-Ost (Züricher Straße) am Sonntag um 16 Uhr ein kostenloses Künstlergespräch an. Dabei sind Wolfgang Jeske, Chieko Fumikura und Frank Fuhrmann, die ihre Bilder und Objekte im Innen- und Außenbereich vorstellen und Fragen beantworten. Für Musik sorgt der japanische Bassist Shunsuke Mizuno. Die Ausstellung vereint Arbeiten 15 deutscher und japanischer Künstler, die sich mit den Folgen der Atomkatastrophe in Fukushima beschäftigen.

Das Focke-Museum an der Schwachhauser Heerstraße lädt am „Internationalen Museumstag“ in der Zeit von 14 bis 17 Uhr zu einem Dialog mit den Fotografinnen und einigen porträtierten Frauen der Ausstellung „Outstanding Bremerin“.

Die Porträts von 24 Frauen sind in einem Seminar im Wintersemerster 2015/16 an der Hochschule für Künste unter der Leitung der Künstlerin Sandy Volz entstanden. Das Focke-Museum zeigt „Outstanding Bremerin“ im Rahmen der Schau „Bremer Frauen-Geschichten“.

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