Pläne für Konzerte im Weserstadion

Comeback der Superstars?

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Kehren die Superstars für Open-Air-Konzerte ins Weserstadion zurück? Die Betreiber haben jetzt ein neues Konzept vorgelegt, das die Zahl der Zuschauerplätze von 33 000 auf 40 000 erhöhen und damit Bremen für Veranstalter wieder attraktiv machen würde.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Bruce Springsteen, AC/DC, Mario Barth – oder doch lieber Helene Fischer? Sollte das Weserstadion wieder Open-Air-Ort für Konzerte werden, ist die Auswahl an Stars, die viel, viel Plätze für Fans brauchen, groß. Mit „nur“ 33 000 Plätzen ist die Arena für die heutigen Standards der Stars bei Open-Airs schlicht zu klein. Das soll sich ändern. Die Betreibergesellschaft des Stadions hat ein entsprechendes Konzept vorgelegt.

Neun Jahre ist es her, dass in Bremen das vorerst letzte Konzert im Stadion stattfand, „Herbie“ Grönemeyer war's. Musik unter freiem Himmel, Zehntausende von Menschen, Stadionatmosphäre und am besten ein lauer Sommerabend – das hat etwas. Michael Jackson, die „Stones“ und „Depeche Mode“ sind nur einige der Stars, die Massen ins Weserstadion zogen. Lang ist’s her. Das soll sich ändern. „Wir haben bei der Baubehörde beantragt, dass wieder größere Konzerte im Stadion stattfinden können“, sagte am Dienstag Heinz-Günther Zobel, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, gegenüber unserer Zeitung. Soll heißen: Geht es nach der Gesellschaft, hinter der je zur Hälfte Bremen und Werder stehen, könnte das Stadion Platz für 40 000 Menschen bieten. Und damit würde der Abstand zu den „großen Nachbarn“ mit etwa 45 000 Plätzen (Hannover, Hamburg) erheblich schrumpfen. Wenn dann noch die Konditionen stimmen, könnte Bremen für die großen Stars schnell wieder attraktiv sein.

Knackpunkt sind die Fluchtwege, deswegen sind seit dem Umbau bei Konzerten lediglich 33 000 Zuschauer zugelassen. Die Betreiber haben laut Zobel einen Musteraufbau eingereicht. Dieser umfasst Fluchtwege und Rettungskonzept. Einbezogen sind nun zwei größere Tore, die bisher nicht als Fluchtwege genutzt wurden. Wenn alles gut geht, gibt die Baubehörde grünes Licht für die Pläne. Sie steht dem Ansinnen offen gegenüber. „Der Antrag der Weserstadion-GmbH wird sorgfältig geprüft“, sagte Jens Tittmann, Sprecher des Bauressorts, auf Nachfrage. Und: „Es wäre schön, wenn Bremen wieder im Konzert der großen Veranstaltungen mitspielen könnte. Wichtig ist allerdings, dass die Vorschriften hinsichtlich der Fluchtwege eingehalten werden.“

Warum kommt der Antrag gerade jetzt? „Wir haben die großen Konzerte eigentlich nie aus den Augen verloren“, sagte Zobel. Aber zunächst seien sie wegen des Umbaus des Stadions nicht infrage gekommen. Und auch nach der Fertigstellung 2011 „ist immer irgendwie gebaut“ worden, so der Geschäftsführer. So ist es im Übrigen auch jetzt. Wie berichtet, haben gerade die Arbeiten für den Hochwasserschutz begonnen. So wäre in diesem Jahr ohnehin kein Open-Air-Konzert möglich gewesen. Ist die Baubehörde mit dem Konzept zufrieden, könnte es frühestens im Sommer 2017 in der Arena den Auftritt von Superstars geben.

Umbauen oder investieren müssen die Stadion-Betreiber nach Zobels Angaben nicht für die Umsetzung der Pläne. Wie es heißt, ist vieles bereits im Zuge des Stadionumbaus verändert und verbessert worden. Lassen sich die beiden Tore als Fluchtwege nutzen, könnte Bremen bald wieder bei den Mega-Events mitspielen.

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