1087 Wohnungsneubauten im ersten Halbjahr genehmigt

Bremen auf Rekordkurs

In Bremen wird immer mehr gebaut. Das Bauressort hat nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 1 087 Wohnungsbaugenehmigungen erteilt. Unser Foto stammt aus einem Neubaugebiet in Huckelriede. - Foto: Gnuschke

Bremen - Boom am Bau: Bremen steuert auf Rekordkurs. 1 087 Wohnungsneubauten hat das Bauressort im ersten Halbjahr genehmigt. Damit liegt die Zahl deutlich über dem Vorjahreswert von 909 Genehmigungen. 2015 wurden insgesamt 2 048 Baugenehmigungen erteilt, ein Jahr zuvor 1722. Laut Ressort werden im zweiten Halbjahr erfahrungsgemäß mehr Bauprojekte genehmigt.

„Die Zahl beweist erneut deutlich, dass im Bauressort hervorragende Arbeit geleistet wird“, lobt Bausenator Joachim Lohse (Grüne) seine Mitarbeiter. „Bauanträge werden zügig abgearbeitet.“ Der Senator setzt jetzt auf die Bauunternehmen, „dass die erteilten Genehmigungen auch gleich genutzt werden, damit rasch der dringend benötigte Wohnraum geschaffen wird.“ Er zeigte sich dabei zuversichtlich: „Die Zahl von mehr als 1 400 Baufertigstellungen im vergangenen Jahr zeigt deutlich, dass auch hier die Werte ansteigen.“ Es sei nachvollziehbar, dass die Fertigstellungen den Genehmigungen mit einem Zeitverzug von ein bis zwei Jahren folgen. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 wurden lediglich 728 Wohnungen fertiggestellt.

Im Verlauf von fünf Jahren sei es gelungen, die Zahl der genehmigten Wohneinheiten von 892 im Jahr 2010 bis zum Jahr 2015 mehr als zu verdoppeln. Dazu Lohse: „Wir sind auf dem besten Weg, bis zum Jahr 2030 die im neuen Koalitionsvertrag vereinbarten 19 000 zusätzlichen Wohnungen im Vergleich zu 2009 zu schaffen und auch die im Sofortprogramm Wohnungsbau beschlossenen zusätzlichen 2 000 Wohneinheiten zu realisieren.“ Der Grüne will nach eigenen Angaben an dem von der rot-grünen Koalition beschlossenen Weg der Innenentwicklung festhalten, „weil wir die Grünflächen rund um Bremen unbedingt schützen müssen“. Auch der Koaltionspartner ist zufrieden. „Die positive Entwicklung des Wohnungsbaus macht deutlich, dass die Neuausrichtung der Bremer Wohnungsbaupolitik Wirkung zeigt“, sagt der baupolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jürgen Pohlmann.

Bremen hat in drei Wohnraumförderprogrammen bislang 120  Millionen Euro für günstigen Wohnraum zur Verfügung gestellt. Bei neuen Planungen und dem Verkauf von städtischen Grundstücken hat es die Stadt zur Auflage gemacht, mindestens 25  Prozent der Wohnungen als Sozialwohnraum auszuweisen. Daraus resultieren inzwischen 1 000 genehmigte geförderte Wohnungen.

Ein viertes Programm sei bereits in der Planung. „Das steht für mich derzeit im Fokus“, sagt Lohse. „Wir beobachten den Markt genau, um bewusst im günstigen Segment neuen Wohnraum zu schaffen. Eine Immobilienblase im Luxussegment wird uns nicht helfen.“ - je

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