Vorwurf: Totschlag

Prozess wegen Tötung der Ex-Frau - Angeklagter spricht von Versehen

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Yüksel S. (Mitte) soll seine Ex-Frau mit einem Küchenmesser erstochen haben. Er ist wegen Totschlags vor dem Landgericht angeklagt. Rechts im Bild beim Prozessauftakt: sein Verteidiger Alexander Ukat.

Bremen - Ein Mann, der seine Ex-Ehefrau getötet haben soll, hat am Dienstag vor dem Landgericht Bremen von der Tat berichtet. Er habe sich selbst töten wollen, als seine von ihm geschiedene Frau in den Raum gekommen sei, sagte er in einer Einlassung, die sein Anwalt für ihn vorlas.

„Mit dem Messer machte ich eine Bewegung. Warum ich das machte, weiß ich nicht.“ Plötzlich habe er gemerkt, dass die Frau blutete. „Ich war völlig geschockt, was passiert war.“ Vor der Tat hatte der Angeklagte nach eigenen Angaben viel getrunken und Kokain konsumiert. Da er keine eigene Wohnung gefunden hatte, wohnte er wieder bei seiner Familie. 

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 44-Jährigen Totschlag vor. Laut Anklageschrift hat er im März in der Wohnung seiner von ihm geschiedenen Frau mindestens zwei Mal mit einem Küchenmesser auf die Frau eingestochen. Wegen der tiefen Stiche in Höhe des Herzens verlor die Frau viel Blut. Sie wurde mehrfach notoperiert und starb Anfang April an den Folgen der Tat.

dpa

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