Senat gibt erste Mittel frei / Planung soll im Herbst beginnen

Bremen baut Wohnungen für 400 Studenten

Bremen - Bremen wird ein neues Wohnheim für 400 Studenten bauen. Allerdings müssen sich die angehenden Studenten noch ein wenig gedulden: Die Planung für das Heim soll im Herbst beginnen. Mit dem Baubeginn rechnet Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) nicht vor 2018. Die Fertigstellung ist für Ende 2019 geplant.

Der Senat hat gestern für das Projekt zunächst 2,5 Millionen Euro bewilligt. Bis 2020 sollen weitere neun Millionen Euro bereitgestellt werden. Bremen will so dringend benötigten Wohnraum, der auch bezahlbar ist, schaffen. Denn für Studenten ist es inzwischen ein Glücksfall, wenn sie in Bremen eine günstige Wohnung finden.

Errichten wird das Studentenwerk das Wohnheim an der Emmy-Noether-Straße auf dem Campusgelände der Universität Bremen. Quante-Brandt sagte gestern nach der Senatssitzung: „Bremen ist ein beliebter Studienort, für den sich auch künftig viele junge Menschen entscheiden.“ Sie begrüßte es, dass es nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit dem „Bündnis für Wohnen“ gelungen sei, eine Prioritätensetzung im Senat für die Finanzierung von dringend benötigtem und bezahlbarem Wohnraum für Studenten zu ermöglichen. „Die Wahl des Studienortes darf nicht vom Portemonnaie der Studenten abhängen“, sagte Quante-Brandt.

Das Projekt ist Teil des Sonderprogramms Wohnungsbau, das der Senat aufgelegt hat, um kurzfristig kleine, preisgünstige Wohnungen zu entwickeln. Laut Senatorin wird Bremen so in den kommenden Jahren das Angebot des Studentenwerks auf insgesamt 2.500 Plätze ausweiten. Von jetzt 1.994 öffentlich geförderten Plätzen wird sich die Zahl um 400 Plätze auf 2.394 erhöhen, sagte sie.

Mit dem Studentenwerk als Kooperationspartner werde sichergestellt, dass Bremen bezahlbaren Wohnraum für Studenten schaffe. Bei privaten Anbietern seien die Mieten oft höher, als sich junge Leute leisten könnten. Sie verwies darauf, dass die Studentenschaft immer internationaler werde und mehr Angebote in Wohnheimen gefragt seien.

In Bremen lag der Anteil der ausländischen Studenten laut Statistik im Jahr 2014 bei 14,2 Prozent. Die Wohnungssuche sei für sie schwierig. Hinzu komme, so Quante-Brandt, dass durch die Zahl der Asylbewerber die Konkurrenz um günstige Wohnungen steige.

gn

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