Wegen Unwetterwarnung

Badeinsel-Regatta fällt ins Wasser

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Die Teilnehmer mussten nach der Absage wieder raus aus dem Wasser.

Bremen - Von Lars Kattner. Es gibt genau ein Wort, dass wirklich niemand während der „Haake-Beck Badeinsel-Regatta“ hören möchte. Am Sonnabend um exakt 17.36 Uhr war es allerdings soweit: Unwetterwarnung. Und so blieb den Veranstaltern keine andere Wahl, als die 100 Zweier-Teams samt ihrer knallroten Badeinseln vom Start auf Höhe des Martini-Anlegers wieder aus der Weser zu holen. Die 16. Auflage der Großveranstaltung war damit Geschichte, ehe sie überhaupt richtig begonnen hatte.

Die amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes hatte für Bremen vor starkem Gewitter von 18 bis 19 Uhr gewarnt. Wörtlich hieß es in der DWD-Mitteilung: "Es treten Gewitter aus Südwest auf, dabei Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 80 km/h (Bft 9), Starkregen mit Mengen zwischen um 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit und Hagel." Besonders ärgerlich: Das aufziehende Gewitter, das sich mit bedrohlichen Wolkenbergen innerhalb von nur wenigen Minuten aufgebaut hatte, machte in letzter Sekunde einen Bogen, sodass außer ein wenig Wind, zumindest an der Schlachte, nichts passierte. „Aus Sicherheitsgründen konnten wir aber leider nicht anders reagieren. Wir wussten, dass es kurz zuvor in Oldenburg ziemlich gewütet hatte. Und die Wolkenwand konnte ja auch jeder sehen. Alle Anzeichen standen auf rot“, sagte Pressesprecherin Inga Busch.

Immerhin: Im Gegensatz zu den vielen tausend Besuchern, die rechts und links der Weser auf den Beginn des Rennens warteten, durften sich die Teilnehmer wenigstens für eine Viertelstunde abkühlen. Und die meisten nahmen die Absage denn auch mit Humor. „Wenigstens nicht letzter geworden“ oder „ich hätte es mir anstrengender vorgestellt“ hörte man aus den Reihen der Regatta-Teilnehmer. Und, so Inga Busch, im nächsten Jahr dürfen alle Starter erneut antreten. „Da müssen wir fair sein, schließlich haben wir das vor zwei Jahren auch so gemacht.“ In 2013 hatte ein heftiger Wolkenbruch dem Event einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Einziger „echter“ Sieger des Tages blieb somit der Bremer Bjarne Hey. Er hatte beim zuvor durchgeführten Badeinsel-Lauf unter dem Jubel der Zuschauer insgesamt 50, und damit genau die Hälfte der wackelig-rutschigen Badeinseln halbwegs trockenen Fußes überquert. Das reichte zwar nicht, um die andere Weser-Seite zu erreichen, sein neun Konkurrenten distanzierte er jedoch deutlich.

"Haake-Beck Badeinsel-Regatta" fällt aus

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