Globales Kunstprojekt „Container Art Care“ 

Stahlboxen als Botschafter für Menschenrechte

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Rudi Fischer setzt auf den Container und die Kunst, um das Bewusstsein für globale Verantwortung zu schärfen. Sein Kunstprojekt heißt „Container Art Care“. 

Bremen - Von Ilka Langkowski. „Der Container verbindet die Welt“, sagt Rudi Fischer. Rund um den Globus habe man sich innerhalb von 50 Jahren auf dieses Verpackungsmaß geeinigt. Bei den Menschenrechten sehe das anders aus. Da will Fischer mit dem Kunstprojekt „Container Art Care“ nachhelfen.

Rudi Fischer will die Stahlboxen als Botschafter für eine weltweite Ethik auf Reisen schicken. Den Ausschlag dafür gab sein Sohn, der mit 13  Jahren feststellte: „Papa, Du gehörst zu den zwei Generationen, die den Planeten an die Wand fahren. Warum tust Du eigentlich nichts dagegen?“ So entstand Fischers Idee zu „Container Art Care“.

„Es gibt nicht vieles, worauf sich die Menschen der ganzen Welt einigen konnten“, sagt Fischer. Die Zeitmessung in Stunden sei ihm eingefallen und der Container, das Symbol der globalen Warenwirtschaft. Letzteres will der Wahlbremer zum globalen Medium umfunktionieren. Genau genommen sollen es fünf 20-Fuß-Container sein. Sie stehen für die Werte Freiheit, Globale Verantwortung, Menschenrechte, Soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz. Die „Value-Chain“, zu Deutsch Wertschöpfungskette, will Fischer in einen neuen Kontext setzen: Bei „Container Art Care“ geht es um universelle moralische Werte, weltweit und mit verbindlichen Normen.

Wünsche, Entwicklungen und Erfolge eingeben

Zu der wandernden Containerausstellung ist ein digitales Portal geplant. In ihm können die Besucher vor, während und nach dem Ausstellungsbesuch ihre Wünsche, Entwicklungen und Erfolge eingeben. Eine Software bewertet diese individuellen Prozesse und die parallel stattfindenden historisch-politischen Ereignisse nach den fünf Hauptthemen. Die Ergebnisse werden wiederum in das Werk integriert. „Es entsteht eine ‚soziale Skulptur‘“. Moralische Entwicklung, Stagnation und Rückentwicklung zeigten sich am Kunstwerk selbst.

Startort ist Stade

„Ich will aber auch nicht zu viel verraten“, sagt Fischer, der mit 27 Jahren als diplomierter Betriebswirt als Autodidakt zur Kunst gekommen ist. Bis heute kann er auf eine Reihe von Ausstellungen in Amerika und Deutschland zurückblicken. Sein Container-Art-Care-Konzept steht. Nun braucht Fischer Unterstützer. Denn fünf kunstvolle 20-Fuß-Container und ein pfiffiges Online-Portal müssen erschaffen werden. Der Startort ist Stade. Erste Unterstützer des Projekts kommen von der Jacobs-Universität aus Bremen-Grohn. Fischer setzt unter anderem auf Crowdfunding, also auf Spendenbeiträge, die von einer großen Menge interessierter Menschen aufgebracht werden. Kunstfreunde aus den Bereichen Transport und Logistik sind ihrerseits eingeladen, sich möglicherweise ganz praktisch an der etwas anderen Wert-Schöpfungskette zu beteiligen. Ziel ist es, eine weltweit verbindliche Ethik anzustoßen. Der Weg führt über die Auseinandersetzung mit dem persönlichen Wertebewusstsein und über die stählernen Botschafter, die zu möglichst vielen Menschen um die Welt reisen sollen.

Ein Spendenkonto für das Projekt gibt es von der „Keep the world foundation“ bei der Bank für Sozialwirtschaft (IBAN: DE38 3702 0500 0001 1323 11; Verwendungszweck „Container Art Care“).

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