Staatsanwaltschaft wirft 53-Jährigen versuchten Totschlag vor

Blutiger Familienstreit in Walle

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Das SEK war nach der Schießerei in Bremen-Walle unterwegs.

Bremen - Von Jörg Esser. Das Rätsel scheint gelöst zu sein. Ein Familienstreit war Auslöser für die Schießerei am Donnerstagnachmittag in Walle. Polizeiangaben zufolge hat der 53-jährige Täter dreimal auf den leiblichen Vater seiner Stieftochter geschossen. Der 42-Jährige schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

„Sein Zustand ist weiter kritisch“, sagte am Freitag eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Bei der 21-jährigen Frau, die schwer verletzt wurde, handelt es sich den Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zufolge um eine Nachbarin. Sie wurde von mindestens einer Kugel in den Oberschenkel getroffen. Ihr Zustand sei stabil.

 Weiteren Angaben zufolge soll der 53-Jährige auf der Treppe des Mehrfamilienhauses zuerst auf den 42-Jährigen gefeuert haben. Als die Nachbarin aus ihrer Wohnung kam, schoss er auch auf sie. Danach flüchtete der Schütze den bisherigen Ermittlungen zufolge zu einem Bekannten nach Oslebshausen. Dieser habe den Mann überredet, sich zu stellen. Der 53-Jährige ließ sich, wie berichtet, widerstandslos festnehmen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Schützen versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor. Das Amtsgericht muss jetzt entscheiden, ob der Mann in Untersuchungshaft kommt.

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