Trendiges und Originelles

„Stehhübsch”: Beton-Birne auf Apfel-Kiste

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Maren Bley verarbeitet Alltagsgegenstände zu ausgefallenen Deko-Artikeln.

Bremen - Von Ilka Langkowski. „Als Unternehmensberaterin habe ich viele Existenzgründer betreut und irgendwann selbst Lust bekommen, etwas zu tun“, erzählt Maren Bley. Sie mietete einen kleinen Laden im Fedelhören und verkauft dort unter dem Namen „Stehhübsch“ Deko-Artikel und Bastel-Know-How.

Der Name ist bei Maren Bley Programm. „Steh hübsch!“ habe schon ihre Mutter immer gesagt, wenn sie dafür sorgte, dass bei Feiern oder besonderen Anlässen, Ambiente und Deko stimmen sollten. In Bleys kleinem Geschäft unter der Hausnummer 43 findet man viel Selbstgemachtes und Veredeltes. Angefangen hat alles mit Obstkisten aus dem Alten Land. Diese flammte, lasierte oder bemalte Bley, um sie als Regal oder zur Aufbewahrung zu verkaufen. Mit Rollen und einer Acrylglasplatte versehen, fertigte sie aus mehreren Kisten trendige Beistelltische. Farbe und Form gestaltet sie ganz nach Kundenwunsch.

In ihrem Laden will sie immer neue Überraschungen und Entdeckungen vorhalten. „Ich kaufe sehr kleine Stückzahlen“, erzählt Bley. „So ist fast jedes Teil ein Unikat. Und ich habe Platz, um das Sortiment ständig zu erneuern.“ In „Stehhübsch“ entdeckt man originelle Kommodenknöpfe aus Holz und Porzellan, Werder-Dosen aus Papierservietten, goldglänzende übergroße Kerzenleuchter oder betonierte XXL-Birnen. Bleys mit Kreidefarben bearbeitete Teakschalen teilen sich das Regal mit Teelichtern im Birkenstamm.

Neben den fertigen Artikeln bietet Bley sowohl Auftragsarbeiten als auch „Do-it-yourself“-Material an. Als eine Reihe von Kunden nach Einzelteilen und Bastelmaterialien fragten, hat Bley schnell umgedacht. Das gehörte zu den spannenden Praxiserfahrungen, sagt die Unternehmensberaterin. Vor allem die Einschätzung der Kunden sei wichtig, um zwar beratend zur Verfügung zu stehen, aber nicht aufdringlich zu sein. „Bei rund 30 Quadratmetern können die Kunden ja nicht einfach weiterschlendern“, sagt sie und lacht.

Die Ideen gehen Bley und ihrer Mitarbeiterin Ulrike Pohl auch nach anderthalb Jahren „Stehhübsch“ nicht aus. Im Sommer bieten sie Workshops an, in denen man sich die Techniken der Veredelung aneignen kann. Die Kisten können in kleineren Stückzahlen auch gemietet werden, etwa für Feiern und Veranstaltungen. Ein kleiner Wermutstropfen ist die derzeitige Baustelle vor der Tür. Dafür werden aber in absehbarer Zeit die unzähligen Schlaglöcher des alten Pflasters Geschichte sein.

Derzeit ist das Geschäft montags von 15 bis 18 Uhr geöffnet, Dienstag und Donnerstag von 13 bis 18 Uhr und solange noch an der Straße gearbeitet wird, jeden ersten Sonnabend im Monat. Anfragen zu Workshops unter Telefon 0421/94 406 477.

www.stehhuebsch.de

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