Premiere der „Bremer Pferdetage"

Von Barock bis Besen-Polo

Heiß her geht es am Freitag beim Galaabend auf der Galopprennbahn in der Vahr. Die Zuschauer sehen eine „Devilsfire-Show“. Die Show-Nacht gehört zu den „Bremer Pferdetagen“, die am Wochenende ihre Premiere feiern. - Foto: Horse & Music Events

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke und Martin Kowalewski. Hannover hat die „Pferd & Jagd“, Hamburg die „Hansepferd“. Und was hat Bremen für Pferdefans und Reitersleut? Bisher nichts, doch das wollen drei engagierte Partner ändern. Innerhalb von wenigen Wochen haben sie die „Bremer Pferdetage“ auf die Beine gestellt, die am Wochenende 19. bis 21. August Premiere feiern.

Rund 120 Pferde und etwa 150 Mitwirkende sind mit von der Partie. Die Veranstalter erwarten rund 20.000 Besucher. Frank Lindner aus Bremen-Nord und Bernard Rühmkorb (Hannover) kamen beim Karfreitag-Renntag auf der Galopprennbahn auf die Idee, etwas für den Pferdsport „und die wunderschöne Anlage in der Vahr“ zu tun. Ende Mai wurde der Vertrag mit dem Rennverein geschlossen, seitdem laufen die Vorbereitungen für die „Bremer Pferdetage“ auf Hochtouren. Dritte im Bunde der Organisatoren ist Pferdeausbilderin Angelique Zeise (Weyhe). Alle drei ließen ihre Kontakte spielen und stellten innerhalb kurzer Zeit ein Programm auf die Beine mit Highlights wie den „Majestic Horses“ aus dem spanischen Valencia und einer Vielzahl von Mitwirkenden aus dem Bremer Umland. 

Dazu gehören unter anderem der Islandhof Kasperczyk (Stuhr), der Reit- und Fahrverein Okel (Syke), die Pferdeschule Weser Ems, die „Thänhuser Zwerge“, die Flachsberg Ranch (Schwanewede) und die Indian Circle Ranch (Barver). Die Macher planen, die „Pferdetage“ aufs Bundesgebiet auszudehnen und damit die Rennbahnen vor Ort zu unterstützen. Mitwirkende sollen jeweils Pferdefans aus der Region sein.

Die dreitägige Premieren-Veranstaltung auf der Galopprennbahn in der Vahr umfasst diverse Vorführungen vom Barock-Reiten bis zum Besen-Polo, wie es heißt. Die Schwerpunkte liegen bei Western und spanischer Reitweise. Unter Anleitung darf geritten werden. Gezeigt werden „Horse-&-Dog-Aufgaben“. „Dabei müssen Pferde und Reiter zusammen mit Hunden einen Parcours bewältigen. Sie laufen über Brücken und springen zum Beispiel durch Ringe“, sagt Lindner.

Ebenfalls auf dem Areal: ein großer Flohmarkt für Pferde- und Heimtierzubehör. Das Rahmenprogramm bietet unter anderem Bullriding mit Wettbewerb und die Möglichkeit, ein elektrisches Pferd zu reiten oder von einem Holzpferd mit dem Poloschläger Bälle zu schlagen. Für Kinder gibt es ein umfangreiches Programm. Sie können das Leben der Indianer kennenlernen und vieles andere mehr.

Für Musik sorgen den ganzen Tag über unter anderem „Missilia“, die mit „Spirit in the Sky“ einen extra für die „Bremer Pferdetage“ geschriebenen Song darbietet, Edyta Nawrocka, Newcomerin Onida, Monty Bela sowie Stefan Saffer & The Silverstones. An diversen Ständen ist vieles rund ums Pferd, wie Sättel und Zubehör, sowie natürlich allerlei für den Gaumen zu bekommen. An allen drei Tagen ist der Zuchtverband für Schecken und Spezialrassen in Europa vor Ort. Am Sonnabend findet ein „Playday-Turnier“ mit verschiedenen Prüfungen statt.

Ein Highlight der „Pferdetage“ kommt aus dem spanischen Valencia. „Majestic Horses“ ist laut Lindner bereits mit zwölf Pferden auf dem Weg nach Bremen. Die renommierte Gruppe will insbesondere mit Freiheitsdressur und anderen Showelementen beeindrucken. Kleine Kostproben gibt es tagsüber, den Rest in der Abendshow. Spektakulär wird es abends auch mit „Equos et Ignes“ und der „Devilsfire-Show“.

Die „Bremer Pferdetage“ öffnen am Freitag, 19. August, von 12.30 bis 18.30 Uhr, am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18.30 Uhr. Der Eintritt kostet acht Euro für Erwachsene (sechs Euro für Kinder), Dauerkarten: 14 bis 20 Euro. Am Freitag findet von 19 bis etwa 23 Uhr der Galaabend statt (Eintritt: 28 Euro Erwachsene, 23 Euro Kinder), am Sonnabend von 19 bis 23 Uhr die „Riders Night“ mit Schwerpunkt Western (15 Euro, Kinder 12 Euro).

www.Bremer-Pferdetage.de.

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