Junge Mitarbeiter aus dem Bremer Mercedes-Benz-Werk arbeiten auf der Nabu-Dreptefarm

Azubis schuften für den Naturschutz

Schuften für dem Naturschutz: Mercedes-Azubis haben jetzt dem Bremer Naturschutzbund auf der Dreptefarm kräftig unter die Arme gegriffen. - Foto: Nabu

Bremen - Eine Woche lang herrschte im Schullandheim Dreptefarm des Bremer Naturschutzbundes (Nabu) in Wulsbüttel eine komplett andere Geräuschkulisse als üblich: Statt Kinderstimmen beherrschten Hammer-, Bohr- und Flex-Geräusche das Gelände.

38 Elektronik- und Mechatronik-Azubis des Mercedes-Benz-Werkes in Sebaldsbrück, sechs Ausbildungsmeister und fünf Freiwillige des Nabu bauten, bastelten und renovierten das mehr als 56 Jahre alte Gebäude. Was vor sieben Jahren mit knapp zwei Dutzend Azubis begann, hat sich mittlerweile zur festen Zusammenarbeit entwickelt. „Für beide Seiten hat die Kooperation nur Vorteile“, freute sich der Heimvorsitzende Sönke Hofmann.

„Die Azubis lernen Selbstorganisation und Teamarbeit – und wir bekommen flott Arbeiten erledigt, an denen wir sonst ganze Monate mit unseren ehrenamtlichen Helfern sitzen müssten.“ So bekam die Dreptefarm im Laufe der Jahre durch die Mercedes-Azubis eine große Grillhütte, zwei solide Eselställe, ein Brennholzlager und vieles mehr. Auch die Korkendämmung des Gebäudes haben die Lehrlinge entscheidend vorangebracht.

Dieses Jahr nun wurden im Kriechkeller Hunderte von Metern Leitungsschächte und Kabelkanäle verlegt. Unter den fachmännischen Augen des Ehrenamtlichen Heinrich Schönke wurde so die Modernisierung der kompletten Elektrik des Heimes vorbereitet. Auch erste Kanalarbeiten für eine anstehende Erweiterung des Heimes und ein neues Schweinegehege samt Fundamentplatte für den Stall standen auf dem Programm.

An der Dauerbaustelle Korkisolierung bleiben im nächsten Winter nun weitere 50 Quadratmeter Wand kuschelig warm.

Mit Hingabe, so Hofmann, nahm sich ein Azubi-Trupp den neu erstandenen Trecker-Anhänger vor. Da dieser für die Zukunft und den Tüv fit gemacht werden musste, gab es einen neuen Anstrich – natürlich in der Nabu-Vereinsfarbe Blau – und manche Schweißarbeit an den Aufbauten. „Auch wenn nicht alle Arbeiten restlos abgeschlossen werden konnten, hat uns diese Woche wieder ganz weit nach vorne gebracht“, bedankte sich Hofmann beim abschließenden Spanferkel-Essen. Und: „Ich freue mich schon auf das nächste Jahr!“ - gn

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