Auftakt der „Bremer Pferdetage“ auf der Galopprennbahn in der Vahr

„Klar im Kopf und ausgeglichen“

Karina Schubert mit ihrem europäischen Westernpferd „Moonlight Bandit“, dem „Herzensbrecher“. Das Paar stellt sich bei den ersten „Bremer Pferdetagen“ vor. Foto: Gnuschke

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. „Ach, das ist aber schön hier“, sagt die 60-Jährige aus Oldenburg zu ihrer Freundin, als sie am Freitagmittag auf der Galopprennbahn in der Vahr auf das weite Grün blickt. Recht hat sie, strahlender Sonnenschein und ein perfektes Gelände für die ersten „Bremer Pferdetage“ erwarten die beiden.

Bis zum Sonntag finden Pferdefreunde hier ein buntes Programm mit kleinen Showelementen tagsüber, Live-Musik, Ständen mit Sätteln, Trensen, Futter und mehr. Heute, Freitag, findet ab 19 Uhr der Galaabend mit großem Showprogramm statt, morgen, Sonnabend, ab 19 Uhr die „Riders Night“.

Karsten Kühl und Manuela Grajczyk haben es die Schecken angetan. Sie repräsentieren auf den „Pferdetagen“ den Zuchtverband für Schecken- und Spezialrassen in Europa. Sitz ist in Strücklingen bei Leer. Der erst drei Jahre alte Verband, dessen Vorläufer im Jahr 2000 entstand, vertritt etwa 20 Rassen, zu denen unter anderem Pinto-Barockpferde, europäische Westernpferde, Tigerschecken, Appaloosa, Knabstrupper, Irish Cobs, Lewitzer und auch Esel gehören. Rund 260 aktive Hengste und 3000 Stuten sind registriert, womit der Verband mit Schwerpunkt Freizeitsport zu den kleineren gehört.

Daher fahren die Verantwortlichen auch zu den Zuchtbetrieben, um den Fohlen eine lange Fahrt zu ersparen. Warum gerade Schecken? Manuela Grajczyk, die schon mit vier Jahren auf dem Pony saß und beim Runterfallen Bekanntschaft mit Erdbeeren und Brennnesseln machte, muss nicht lange nachdenken. „Sie sind klar im Kopf und ausgeglichen“, sagt sie. „Aber wenn sie mitmachen sollen, sind sie voll da“, ergänzt Kühl und verweist insbesondere auf Paints und Quarter Ponys, die im Moment einen Boom erlebten. Grajczyk hat sich irgendwann ihren Kindheitstraum erfüllt und sich zunächst eine Paint-Stute, später Appaloosa gekauft. Auch Karina Schubert mag die Spezialrassen und Schecken. Sie hat ihren Westernhengst „Moonlight Bandit“ selbst gezogen und stellt ihn bei den „Pferdetagen“ vor.

Die Reiter der „Majestic Horses“ aus dem spanischen Valencia geben kleine Einblicke in ihre Arbeit. Sie sind ein Highlight des Galaabends heute und der „Riders Night“ am Sonnabend. Übrigens, einen ihrer Ableger haben die Spanier, die insbesondere mit Freiheitsdressur glänzen, in Langwedel.

Die 60-Jährige und ihre Freundin aus Oldenburg lassen sich unterdessen über die Vorteile der Heu-Desinfektion beraten. „Meeresklima im Stall“, verspricht die Betreiberin. Ihr System der Inhalation soll auch bei Pferdehusten und Dämpfigkeit helfen.

Die „Pferdetage“ sind am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18.30 Uhr geöffnet (Eintritt: acht Euro). Heute, Freitag, um 19 Uhr gibt's den Galaabend (Eintritt: 28 Euro), morgen ab 19 Uhr die „Riders Night“ mit Showprogramm (Eintritt: 15 Euro).

www.bremer-pferdetage.de

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