Erste Mieter sollen Mitte 2017 einziehen

Nach 15 Jahren baut die Brebau wieder öffentlich geförderten Wohnraum

Da fliegt der Sand: Ausgesprochen munter machen Carsten Sieling (v.l.), Bernd Botzenhardt und Michael Frenz den ersten Spatenstich am Arsterdamm. - Foto: Kowalewski

Bremen - Mit einem symbolischen ersten Spatenstich hat jetzt der Bau für 46 neue Mietwohnungen am Arsterdamm begonnen. Hier errichtet Bremens zweitgrößte Wohnungsbaugesellschaft, die Brebau, zwei Gebäude mit je 23 geförderten Wohnungen. Mitte 2017 sollen die ersten Mieter einziehen.

Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) ließ es sich nicht nehmen, beim Spatenstich die Gebäude mit insgesamt 46 geförderten Wohnungen dabei zu sein. Entstehen sollen Wohnungen mit vier Zimmern und 85 Quadratmetern sowie mit zwei Zimmern und 45 Quadratmetern. Dazu kommen Wohnungen mit drei Zimmern (65 Quadratmeter) und zehn Ein-Zimmer-Appartements mit 32 Quadratmetern. Die Wohnungen verteilen sich auf die zwei baugleichen Gebäude. 

Mit 7,7 Millionen Euro erweitert die Brebau ihr Angebot als größter Wohnungsanbieter in Obervieland. „Wir hatten ein superschnelles Genehmigungsverfahren, vom ersten Pinselstrich bei der Planung bis zum ersten Spatenstich in nur sechs Monaten. Normal dauert das eineinhalb Jahre“, sagte Bernd Botzenhardt, Geschäftsführer der Brebau. Und das enorme Tempo wird beibehalten werden: In nur 18 Monaten sollen die beiden Gebäude stehen. „Schade, dass wir in der Vergangenheit nur wenige Spatenstiche hatten. Das ist der erste Spatenstich für öffentlich geförderten Wohnraum seit 15 Jahren“, sagte Botzenhardt.

Auch Sieling betrachtete die beiden so schnell auf den Weg gebrachten Gebäude als Vorbilder für die Zukunft. „Das Projekt zeigt, was wir in Bremen erreichen wollen und müssen“, so Sieling. „Wir sind auf dem Weg, eine wachsende Stadt zu werden. Wir haben unter den Bundesländern das zweithöchste Wirtschaftswachstum und wollen Einwohner gewinnen.“ Zur Zeit lägen 2 000 Bauanträge vor, man stehe unter Druck, die schnell durchzukriegen. 

1 400 Wohnungen sollen pro Jahr entstehen, vergangenes Jahr wurden aufgrund der vielen Asylbewerber zusätzlich 2 000 auf den Weg gebracht. „Wir achten auf Bezahlbarkeit. Es müssen 25 Prozent sozial geförderter Wohnraum dabei sein“, so Sieling. „Das ist hier mit 100 Prozent übererfüllt. Die Miete von 6,10 Euro pro Quadratmeter ist sehr günstig.“

Michael Frenz, Präsident der Bremer Architektenkammer, hat das Haus mit seiner Agentur entworfen. Die neuen Gebäude würden eine hohe Lebensdauer bei geringen Instandhaltungskosten versprechen. „Die Wohnungen sollen ja 50 bis 80 Jahre im Bestand der Brebau bleiben. Da macht der Bau nur ein Drittel der Gesamtkosten aus“, sagte Frenz. - mko

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