Daten und Fakten zur neuen Dauerausstellung

Amerika in Zahlen

Im Fokus: Ernie LaPointe, der Urenkel von Sitting Bull, am Donnerstag im Bremer Übersee-Museum. - Foto: Kuzaj

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Mit einer Fläche von 1.200 Quadratmetern ist Amerika im Übersee-Museum jetzt so groß wie Afrika. Auf der Amerika-Fläche finden sich mehr als 750 Exponate, sagt Professorin Wiebke Ahrndt, die Direktorin des Übersee-Museums.

Drei Jahre haben Konzeptionierung, Vorbereitung und Aufbau der neuen Amerika-Dauerausstellung gedauert. Neun Kuratoren waren unter Ahrndts Leitung damit beschäftigt.

„Museumsweltreise“ über alle fernen Kontinente

Sie haben mit 16 Kooperationspartnern zusammengearbeitet – darunter der Botanische Garten der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg. Und: Organisationen wie „Amnesty International“, Institute wie das „National Security Archive“ (eine Forschungs- und Archivierungseinrichtung an der George Washington University in Washington, D.C.) und Museen wie das Museo Chileno de Arte Precolombino (Chilenisches Museum für präkolumbische Kunst) in Santiago de Chile. In der Dauerausstellung ist der präkolumbische Goldschatz aus der Sammlung des Übersee-Museums jetzt wieder zu sehen.

Die neue Präsentation des Doppelkontinents Amerika im Übersee-Museum hat „knapp 2,5 Millionen Euro“ gekostet, sagt Direktorin Ahrndt. 1,02 Millionen Euro davon seien Drittmittel. Das entspreche einer Quote von 41 Prozent.

Die Ausstellung schließt den Reigen der neugestalteten Kontinent-Ausstellungen im Übersee-Museum vorerst ab. Damit ist hier – zum ersten Mal seit dem Jahr 2001 – wieder eine „Museumsweltreise“ über alle fernen Kontinente möglich.

„Indianertag“ mit dem Urenkel von Sitting Bull

Auch mit dem Begleitprogramm zur neuen Dauerausstellung geht das Übersee-Museum gleich in die Vollen. So ist für Sonntag, 6. November, ein „Indianertag“ mit Ernie LaPointe geplant. LaPointes Urgroßvater war der Lakota-Häuptling Sitting Bull. Ihm ist eines der Filmporträts gewidmet, die den roten Faden der Ausstellung bilden. Der „Indianertag“ dauert von 12 bis 18 Uhr.

Auf dem Programm stehen unter anderem Workshops für Kinder ab acht Jahren („Indianische Traumfänger“), die um 12, 13 und 14Uhr beginnen. Um 15.30 Uhr können Federhauben angefertigt werden.

Für 12.30 Uhr steht ein Ausstellungsrundgang mit Direktorin Ahrndt und LaPointe auf dem Plan. Dokumentarfilme über Indianer „zwischen Mythos und Realität“ sind in der Zeit von 12.30 Uhr bis 15.30 Uhr zu sehen. Um 14 Uhr signiert Ernie LaPointe sein Buch „Sitting Bull – Sein Leben und Vermächtnis“.

„Die Indianer Nordamerikas“ sind Thema einer Führung mit Dr. Claudia Roch, die ebenfalls um 14 Uhr beginnt. Um die „Geschichte des amerikanischen Bisons“ geht es ab 14.30 Uhr. Und um das Leben der Indianer heute geht es in einem Gespräch mit LaPointe, das für 15 Uhr geplant ist. Für 16.30 Uhr ist ein weiterer Rundgang durch die neue Amerika-Ausstellung vorgesehen.

Podiumsdiskussion zur Präsidentschaftswahl

„Ich halte es für sehr wichtig, dass Museen die Fragen der Gegenwart behandeln“, sagt Direktorin Ahrndt. Nicht zuletzt deshalb ist die Amerika-Dauerausstellung ja auch perspektivisch auf die Gegenwart ausgerichtet. Manchmal sogar wird sogar das Tagesaktuelle zum Museumsthema.

So ist es jedenfalls im Begleitprogramm der Amerika-Schau mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahl am 8. November geplant. Clinton oder Trump? Das Ergebnis der Wahl soll im Übersee-Museum diskutiert werden – am Mittwoch, 9. November, um 19 Uhr. Auf dem Podium: Professor Christian Lammert vom „John-F.-Kennedy-Institute for North American Studies“ (Berlin), Sabine Muscat (freie Journalistin und US-Korrespondentin), Neil van Siclen (Präsident des „Carl Schurz Deutsch-Amerikanischen Clubs Bremen“). Eintritt: 7,50 Euro.

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