Brücke auf der Heinrich-Plett-Allee wird ab Freitag plattgemacht / B75 dicht

Die Abrissbagger kommen

Das Abriss-Team hat schon kräftig losgelegt. Die Verbindungen der Brücke zur Heinrich-Plett-Allee in Huchting wurden bereits beidseitig weggebrochen. Heute Abend beginnt der Abriss. Dafür wird die B 75 zum Teil gesperrt. - Foto: Kowalewski

Bremen - Von Martin Kowalewski. Am Freitagabend um 20 Uhr wird die B 75 in Huchting wieder partiell für das Wochenende bis Montag um 4 Uhr morgens gesperrt. Wie auch im April, fällt die Sperrung mit einem Spiel von Werder Bremen zusammen, was wohl den ein oder anderen Fluch von Fußballfans hinterm Steuer provozieren wird. Diesmal wird die Brücke auf der Heinrich-Plett-Allee über die B 75 endgültig abgerissen.

Der Abriss geht womöglich sogar an diesem einen Wochenende über die Bühne. Beim Amt für Straßen und Verkehr (ASV) geht man davon aus, die B 75 nicht an einem weiteren Wochenende sperren zu müssen.

Das Abriss-Team hat schon losgelegt. Die Verbindungen zwischen der Brücke und der zu einem Teil gesperrten Heinrich-Plett-Allee sind bereits abgebrochen. Die Baustelle ist weiträumig eingezäunt. Es wurde ein riesiger Berg mit hellem Sand herbeigeschafft. „Wir werden unter der Brücke ein 50 Zentimeter hohes Sandbett auftragen. Darauf sollen die schweren Brückenteile weich fallen“, erklärt Projektleiter Michael Pelster.

Es werden insgesamt vier große Bagger an die Brücke heranfahren und mit schwerem Gerät meißeln und Teile aus der Brücke herausbrechen. Ursprünglich war ein zweiter Arbeitsgang mit Sperrung der B 75 am nächsten Wochenende geplant. Pelster ist sich aber relativ sicher, dass darauf verzichtet werden kann. „Wir werden an diesem Wochenende wohl nicht alle Trümmer abtransportiert bekommen. Die legen wir dann einfach an die Seite neben der Fahrbahn und transportieren sie dann im Laufe der Woche ab“, sagt der Ingenieur.

Die Brücke hat ein Alter von mehr als 50 Jahren. Einige verwendete Elemente aus Spanstahl entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand, heißt es. „Die Brücke war nicht einsturzgefährdet. Es ist aber trotzdem gut, dass sie wegkommt. Die geplanten Straßenbahnschienen könnte sie nicht tragen. Und wir wollen da nicht zwei Baustellen gleichzeitig haben, wenn die Schienen verlegt werden“, so Pelster. Die neue Brücke soll Ende 2017 fertig sein. Sie wird breiter und auch etwas länger sein als ihre Vorgängerin, sagt Pelster. Zudem werden wieder Leitungen mit ihr über die B 75 geführt. 

Im nächsten Jahr werde man die B 75 für die Bauarbeiten an vier Wochenenden sperren müssen, so Pelster. Die nächste Sperrung ist für Januar geplant. Die Kosten für die Abrissmaßnahme werden nicht separat abgerechnet, sondern sind Teil des Budgets für den gesamten Brückenneubau. Dieser beträgt rund 4,5 Millionen Euro und wird etwa zu gleichen Teilen vom Bund und dem Land Bremen übernommen, so Pelster. „Eigentlich handelt es sich um eine Bundesbrücke, aber Bremen hat auch ein Begehren, da es eine Straßenbahn darüber hinwegführen möchte“, sagt er.

Bereits im April war die Brücke für Abrissvorbereitungen gesperrt (wir berichteten). Genauso wie damals werden an diesem Wochenende einige Besucher des Werder-Spiels nicht begeistert von der Sperrung sein. Während im April allerdings das Bundesliga-Spiel gegen Wolfsburg stattfand, ist diesmal für Sonntag, 15 Uhr, im Stadion ein Freundschaftsspiel gegen Chelsea angesetzt.

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