Angst und Depressionen

Studie: Psychische Krankheiten im Alter öfter als angenommen

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Laut einer Studie leiden mehr ältere Menschen an einer Depression als bisher vermutet. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Bisher ging die Forschung davon aus, dass von Depressionen eher Menschen jüngeren und mittleren Alters betroffen sind. Nun ergab jedoch eine Studie, dass auch viele Senioren anfällig für psychische Erkrankungen sind.

Hamburg (dpa/tmn) - Psychische Krankheiten kommen im Alter öfter vor, als bisher angenommen. Das hat ein internationales Forscherteam in einer Studie herausgefunden. Das widerspricht vorherigen Untersuchungen, die belegt hatten, dass ältere Menschen weniger anfällig für psychische Erkrankungen sind.

Anfang September belegten die Forscher im "British Journal of Psychiatry": Jeder dritte Studienteilnehmer hatte im vergangenen Jahr eine psychische Krankheit, fast jeder vierte litt sogar zum Abschluss der Studie darunter. Am häufigsten litten die Betroffenen demnach an Angsterkrankungen und Depressionen. Aufgrund unzureichender Diagnoseverfahren würden diese oft nicht erkannt, so die Autoren. Insgesamt hatten die Wissenschaftler 3142 Männer und Frauen zwischen 65 und 85 Jahren befragt.

Prevalence of mental disorders in elderly people in the British Journal of Psychiatry

Gesundheit und Krankheit im Alter, Statistisches Bundesamt

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