Was Sie auf Reisen beachten sollten

Gefährdung durch Terrorismus in Italien: Alternative Urlaubsländer

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Das Auswärtige Amt gibt auf seiner Website Sicherheitshinweise für den Urlaub in Italien. Italien-Reisende sind aufgrund einer erhöhten Gefährdung durch Terrorismus beunruhigt. Für sie gibt es geeignete Alternativen.

Das Auswärtige Amt empfiehlt für den Italien-Urlaub, aufgrund von erhöhter Gefährdung durch Terrorismus in Menschenansammlungen möglichst aufmerksam zu sein.

"Die italienischen Sicherheitsbehörden haben in allgemeiner Form auf die Gefahr terroristischer Anschläge auch in Italien hingewiesen und nach den jüngsten Anschlägen in Paris abermals ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt", schreibt das Auswärtige Amt auf seiner Website. Es wird Reisenden auf dem Portal empfohlen, sich insbesondere bei größeren Menschenansammlungen mit erhöhter Aufmerksamkeit zu bewegen. Das Amt sieht zudem eine erhöhte Gefährdung durch Terrorismus an religiösen Stätten und Denkmalen.

Das Auswärtige Amt nach einer Aktualisierung vom 2. Mai 2016 Reisenden, "soweit sie über Reisepass und Personalausweis verfügen, eines dieser beiden Dokumente sicher (z.B. im Hotelsafe)" zu hinterlegen. Auch die Anfertigung von Kopien der Reisedokumente sollten im Hotelsafe verstaut werden. Die Botschaft rät außerdem im Hinblick auf verstärkte Kontrollen auch im Schengenraum dringend, bei Reisen mit dem eigenen Fahrzeug, dem Bus oder der Bahn stets den Personalausweis oder Reisepass mitzuführen.

So sicher sind andere Urlaubsländer für Deutsche

Der Begriff "Sicherheitshinweis" meint konkret eine Empfehlung des Auswärtigen Amtes, sich auf Reisen in dem entsprechenden Land einzuschränken (s. weiter unten). Wie sieht es diesbezüglich für weitere typische Urlaubsländer deutscher Reisender aus?

Für Griechenland gelten derzeit zwar Sicherheitshinweise im Hinblick auf Taschendiebstahl, dagegen gibt es bezüglich möglicher terroristischer Anschläge keine Meldungen.

In Spanien sollen laut Auswärtigem Amt Reisende "Menschenansammlungen möglichst fernbleiben", dies aber aus Vorsicht vor Taschendiebstahl und Kleinkriminalität. Weiter heißt es: "Nach den islamistisch motivierten Terroranschlägen in Madrid am 11. März 2004 mit 191 Toten, sind in Spanien keine terroristischen Anschläge von islamistischen Gruppen mehr registriert worden. Spanien sieht sich aber weiter als mögliches Ziel radikaler muslimischer Terrorgruppen."

Im Hinblick auf terroristische Bedrohungen gilt in Frankreich der Plan "Vigipirate". Dieser sehe je nach Bedrohungslage verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor: "Gemäß Vigipirate gilt für die Regionen Île de France/Paris und die angrenzende Picardie ein erhöhtes Schutzniveau." Derzeit ist zudem mit erhöhten Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen im Reiseverkehr zu rechnen.

Für Belgien gelten ähnlich strenge Sicherheitshinweise wie für Italien: "Reisende in Brüssel werden gebeten, sich in der Stadt mit erhöhter Aufmerksamkeit und Wachsamkeit zu bewegen, größere Menschenansammlungen zu meiden und Weisungen der belgischen Sicherheitskräfte zu befolgen."

In Dänemark wurden im Januar 2016 stichprobenartige Grenzkontrollen an der deutsch-dänischen Grenze eingeführt. Dies könne unter Umständen zu Wartezeiten im grenzüberschreitenden Verkehr führen.

Für Portugal bestehe aktuell kein länderspezifischer Sicherheitshinweis.

Eine Alternative für den Urlaub in Italien könnte Kroatien sein. So heißt es hier: "Bedingt durch die aktuelle Flüchtlingssituation können kurzfristig auftretende Behinderungen im Reiseverkehr, insbesondere vorübergehende Sperrungen von Grenzübergängen sowie vorübergehende Einstellungen des Schienenverkehrs zu den an Kroatien angrenzenden Ländern und damit verbundene Wartezeiten, nicht ausgeschlossen werden." Von möglichen terroristischen Anschlägen ist nichts zu lesen.

Sicherheitshinweise für die Türkei

Erhöhte Gefahr für deutsche Reisende herrsche laut Auswärtigem Amt aktuell in der Türkei. Landesweit sei weiterhin mit politischen Spannungen, gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen Anschlägen zu rechnen: "Allgemein wird Reisenden in Istanbul, Ankara und anderen Großstädten der Türkei zu erhöhter Vorsicht geraten. Dies gilt insbesondere auf öffentlichen Plätzen, auch vor touristischen Attraktionen und allgemein für Menschenansammlungen," schreibt das Auswärtige Amt auf der Website. Von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak wird dringend abgeraten.

Weltweite Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen

Unter den aktuellen Reisewarnungen heißt es: "Vorrangige Anschlagsziele sind Orte mit Symbolcharakter. Dazu zählen Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Verkehrsinfrastruktur (insb. Flugzeuge, Bahnen, Schiffe), Wirtschafts- und Tourismuszentren, Hotels, Märkte, religiöse Versammlungsstätten sowie generell größere Menschenansammlungen. Es kommt zu Sprengstoffanschlägen, Angriffen mit Schusswaffen, Entführungen und Geiselnahmen."

Reise-, Sicherheitshinweise und Reisewarnungen

Das Auswärtige Amt vergibt Hinweise für Reisende nach bestimmten Stufen:

  • Reisehinweise des Auswärtigen Amtes enthalten lediglich Informationen über Einreisebestimmungen und ähnliches.
  • Der Begriff Sicherheitshinweis macht auf besondere Risiken für Touristen und im Ausland lebende Deutsche aufmerksam. So kann damit eine Empfehlung enthalten sein, auf eine Reise zu verzichten oder sich auf Reisen in dem entsprechenden Land etwas einzuschränken. Es wird allerdings nicht unbedingt von der Reise in das Land abgeraten, für das ein Sicherheitshinweis gegeben wurde.
  • Dieser dringende Appell wäre dann in der nächsten Stufe des Auswärtigen Amtes, der Reisewarnung, enthalten. Sie soll eine Aufforderung sein, die Reise in ein bestimmtes Land zu unterlassen.

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