„Rocky Horror Show“ in Bremen

Nicht träumen, leben!

Rock-Röhre: Rob Fowler als Frank‘n‘Furter. ·
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Rock-Röhre: Rob Fowler als Frank‘n‘Furter. ·

Bremen - Von Rainer BeßlingDas Stück ist Kult, die Geschichte klassisch. Richard O‘Brien brachte mit der „Rocky Horror Show“ im Jahr 1973 einen der schrägsten Longseller der Burlesque und Musicalgeschichte auf die Bühne. Tim Curry, auch in der Verfilmung Hauptakteur, setzte mit seinem „Frank‘n‘Furter“ Maßstäbe.

Derzeit gastiert eine Neuproduktion der Show im Bremer Musical-Theater. Den „sweet transvestite from transsexual transsylvania“ gibt Rob Fowler mit einer hinreißenden Rock-Röhre. Der Mann ist unbedingt hörens- und sehenswert. Und nicht nur er. Die Inszenierung von Sam Buntrock setzt den dämonischen Spaß tempo- und kostümreich mit einem exzellenten Ensemble ins Bild. Dazu liefert eine druckvolle Band den mit Hits bestückten Soundtrack.

Ein „Märchen für Erwachsene“ nennt Regisseur Buntrock die Geschichte einer „prickelnden Nacht, in der Hänsel und Gretel mit den Ausschweifungen des Rock‘n‘Roll der 70er Jahre aufeinander prallen“. Wie die unschuldigen Verlobten Brad (Jon Hawkins) und Janet (Daisy Wood-Davis) den Reizen Franks und seiner muskelbepackten blonden Schöpfung Rocky (Thomas Camilleri) erliegen, erzählen üppige Bilder und eine laszive Choreographie. Warm geworden mit dem Sex-Appeal und der Körperlust im schaurig-schönen Rock-Reich reihen sich schließlich zum Fest mit Nylons und Strapsen auch die biederen Normalos ein –  gemäß der Losung „Don‘t dream it, be it!“.

Bekanntermaßen hört die Rocky Horror Show nicht an der Rampe auf. Kundig vorbereitet, begleiteten die Fans das gruselige, lüsterne Geschehen mit Wasserpistolen, Klorollen, Konfetti, Reis und Spielkarten.

Die Rocky Horror Show ist noch bis Donnerstag, 2. Februar, im Bremer Musical-Theater, Breitenweg, zu sehen.

http://www.eventim.de

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