SCHEESSEL - Von Guido Menker . Beim 16. Hurricane-Festival 2012 auf dem Eichenring in Scheeßel werden neben Blink-182 auch „Die Ärzte“ mit von der Partie sein. Das gab der Veranstalter am Wochenende bekannt - zu einem Zeitpunkt also, als das 15. Festival gerade erst so richtig in Gang gekommen war.

© Mediengruppe Kreiszeitung / Guido Menker
Auf dem Eichenring in Scheeßel ging gestern am späten Abend das 15. Hurricane-Festival zu Ende. Trotz eines durchnässten Finales wollte ein Großteil der Besucher den Auftritt der Foo Fighters auf keinen Fall verpassen. Die US-Rocker um Frontmann Dave Grohl (Bild) ließen es zum Abschluss noch einmal richtig krachen und schienen damit auch den Regen zu vertreiben.
Blink-182 sollten schon in diesem Jahr in Scheeßel auf der Bühne stehen. Daraus war nichts geworden. Dennoch strömten 75000 Besucher aus dem In- und Ausland in die kleine niedersächsische Gemeinde im Kreis Rotenburg (Wümme), um sich und die Musik zu feiern.
Die Bandbreite dessen, was die Fans vor den vier Bühnen erlebten, war erneut groß. Feste Größen des Rock wechselten sich mit angesagten Newcomern ab, von Metal, Indie-Rock und Pop über Punk bis hin zu Elektro reichte das musikalische Angebot. Ein Marathon für Veranstalter und Fans, für Polizei, Security, Rettungsdienste und Bierverkäufer, der bereits mit der verregneten Anreise am Donnerstagabend begonnen hatte und gestern am späten Abend mit dem begeisternden Auftritt der US-Band Foo Fighters seinen Abschluss fand.
Gestern kam es richtig „dicke“: Land unter auf dem Gelände und dazu heftiger Wind – jetzt war das Wetter so, wie man es erwartet hatte. Hinter diesem musikalischen Marathon steckt eine logistische Meisterleistung. Applaus erarbeiteten sich deshalb nicht nur die Musiker, sondern auch die Techniker und Service-Kräfte hinter den Bühnen sowie alle, die für den Ablauf verantwortlich zeichneten. Denn die Gigs starteten nahezu auf die Minute pünktlich. Bereits im Vorfeld des Hurricane war alles getan worden, um das Event reibungslos über die Bühne zu bringen.
Der Veranstalter orderte 700 Mobiltoiletten, ließ 30 Kilometer Kabel verlegen, Bauzäune von insgesamt rund 24 Kilometern Länge errichten und schuf binnen weniger Tage auf einer Festival-Fläche von 1,4 Quadratkilometern eine Party-Stadt, in der es alles gab, was das Herz begehrt – eine große Auswahl an Festival-Verpflegung und Souvenirs. Für die Sicherheit sorgte die Polizei. Die Beamten waren mit Fahrrädern, Quads, Motorrädern, zu Fuß und auf Pferden unterwegs, zwischendurch kreiste ein Polizei-Hubschrauber über dem Gelände. Taschendiebe, aggressive Besucher und auch Ticket-Fälscher hatten schlechte Karten. Beste Voraussetzungen also für ein friedliches Hurricane und zum Feiern, bis die Ärzte kommen ...
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