Scheessel - Von Matthias Berger. Abseits der Headliner tummeln sich Bands auf dem Hurricane, denen das ganz große Rampenlicht verwehrt bleibt. Newcomer, deren Durchbruch auf sich warten lässt, alte Helden, die ihre Hochphase hinter sich haben, und Gruppen, die wieder aus der Versenkung aufgetaucht sind.

Bands abseits des Rampenlichts beim Hurricane Festi val in Scheeßel - Kvelertak aus Norwegen
Kvelertak („Würgegriff“) kommen aus Norwegen, das hört man. Die Newcomer paaren Rock-Riffs und Background-Chöre ala Turbonegro mit Blast-Beats und Keifgesang, die an norwegischen Black-Metal erinnern. Früh entledigt sich Sänger Erlend Hjelvik seines T-Shirts und lässt das Publikum an seinem Sex-Appeal teilhaben. Er wirkt dabei wie der kleine Bruder des Frontmanns von Turbonegro. Spätesten als sich Hjelvik die Eulenmaske überstreift, ist klar: Die wollen nur spielen!
Am anderen Ende der Karriereleiter befinden sich Monster Magnet. Die Rocker um Frontsau Dave Wyndorf huldigen am Sonnabend mit dem Opener „Nod Scene“ ihrer psychedelische Frühphase. Es folgt „Tractor“ („I got a nail in my head and a hole in my arm, I´m riding a tractor an a drug farm“), als hätte es Wyndorfs Entzug wegen Tablettensucht nicht gegeben. Klischees von „Sex, Drugs and Rock n Roll“ können nicht darüber hinweg täuschen, dass sich Monster Magnet auf dem absteigenden Ast befinden. Alte Hits wie „Space Lord“ und „Powertrip“ machen am Ende des Sets deutlich, dass die Band vor zwölf Jahren ihren Zenit überschritten hat.
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