Scheeßel - Die diesjährige Polizeistatistik des Hurricane-Festivals hat im Gegensatz zum Wetter keine Höhen und Tiefen. Zwar sind bis zum Sonntagnachmittag rund 270 Straftaten zusammen gekommen.

© dpa
Ausgelassen, aber friedlich ging es mal wieder zu beim Hurricane in Scheeßel. Die Plozei zog nun schon mal eine positive Vorabbilanz.
"Das sind aber durchaus Zahlen im üblichen Rahmen", sagt ein Polizeisprecher, "es ist ja immerhin fast eine Großstadt hier zusammengekommen." Außerdem sind darunter rund 50 Drogenverstöße auf der Anfahrt, die durch die Polizeikontrollen aufgedeckt wurden.
In zwanzig Fällen fielen gefälschte Tickets an, viel weniger als in den Vorjahren. Weitere 15 Besucher versuchten ganz ohne Ticket auf das Gelände zu kommen, wurden aber erwischt. So zwei jungen Männer von 20 und 22 Jahren, die ausgerechnet direkt an den mobilen Polizeicontainern über den Zaun stiegen. Pech für die beiden, denn sie erhielten eine Strafanzeige.
Außerdem ermittelt die Polizei gegen drei Tatverdächtige im Alter von 17, 22 und 29 Jahren, die im Verdacht stehen, von hinten in einen Verkaufsstand eingedrungen zu sein. Dort wollten sie ein Wertgelass mitgehen lassen, scheiterten aber am Gewicht. Gestohlen wurden ein Handy und eine Börse mit Bargeld und Dokumenten. Die Ermittlungen hierzu dauern noch an. Einer Festivalteilnehmerin wurde von drei jungen Männern, davon einer mit blondem kurzen Haaren mit Irokesenschnitt , der Rucksack und das Eintrittsbändchen geraubt.
Auch während des Festivals kontrollierten die Beamten rund um das Veranstaltungsgelände Fahrzeugführer, die unsicher unterwegs waren. Auf diese Weise fielen ein Radfahrer mit 1,9 Promille, eine alkoholisierte 22-jährige Corsa-Fahrerin und ein unter Drogenverdacht stehender 28-jähriger Daimler-Fahrer auf der Bremer Straße in Scheeßel in Höhe der Esso-Tankstelle auf. Unfälle nahm die Polizei vier auf, davon einer mit einer Leichtverletzten.
In 22 Fällen musste die Polizei wegen verschiedenartigen Fehlverhaltens Platzverweise für das Hurricane-Gelände aussprechen. Das hätte auch die Täter getroffen - wenn man sie denn ermittelt hätte -, die fünf Dixis mit Personen darin umwarfen. Denn das ist doch eine ziemlich eklige Sache für die Klo-Benutzer...
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