Bremen (kra). Die viereinhalb Wochen mit festlichem Licht am Roland und adventlicher Zeitreise an der Weser biegen gerade in die Schluss-Etappe ein, da wird schon an Bremer Weihnachtsmarkt und Schlachtezauber für das nächste Jahr gefeilt.

Lockte in den vergangenen vier Wochen deutlich mehr als eine Million Besucher an: Bremens Weihnachtsmarkt und Schlachtezauber. Am kommenden Freitag steht die Veranstaltungsserie vor dem Finale.
„Wir wollen vor allem das kulturelle Angebot noch ausweiten,“ sagt Carl-Hans Röhrßen vom Schaustellerverband. Es sei zwar auch jetzt schon gelungen, das Programm mit Adventssingen, Konzerten und teilweise sogar Bühnenstücken mit den einzelnen Anbietern abzustimmen, besonders mit der Kirche, aber insgesamt vertrage die zeitlich längste Bremer Veranstaltung einiges mehr an adventlichen Auf- und Vorführungen, an Live-Musik und weihnachtlichen Weisen.
Einer Ausweitung der Marktfläche erteilt er indes eine Absage. Gewiss, es sei ein enormer Zuspruch, der über Weihnachtsmarkt und Schlachtezauber hereinbreche, und speziell an den Wochenenden sei es ja auch sehr voll, „aber wir wollen die Kirche im Dorf lassen,“ sagt Röhrßen, „man muss ja nicht nach jedem gut gelaufenen Jahr gleich eine Erweiterung verlangen.“ Überhaupt sei der Weihnachtsmarkt zuletzt kräftig gewachsen. Noch vor gut einem Jahrzehnt bestand er lediglich aus einigen wenigen Hütten auf dem Marktplatz, als dann jedoch der Schlachtezauber hinzukam, entwickelte er eine ungeahnte Eigendynamik. „Jetzt haben wir einen weitläufigen Rundgang, der schon am Bahnhof beginnt, sich in der ganzen Innenstadt rund um Rathaus und Dom fortsetzt, sogar schon mit einigen Ausläufern auf den Wall übergeht, und dann an die Weser führt.“ Auch zum laufenden Advent wurde zulegt: Das Dorf der Freibeuter und Handwerker an der Schlachte ist um eine zweite Gasse vergrößert worden.
Trotz des eher durchwachsenen Wetters mit viel Regen und heftigen Stürmen geht der Schaustellerverband von gleichbleibend hohen Besucherströmen aus. „Etwa 1,5 Millionen dürften es werden in diesem Jahr, und damit genauso viel wie in der zurückliegenden Saison,“ schätzt Röhrßen. Die Umsatzzahlen seien ebenfalls auf hohem Niveau gehalten worden. „Wenn's nicht regnet, sieht man sehr gut, dass sich die Straßen und Plätze schnell füllen. Und wenn es dann auffrischt, profitieren die Stände mit überdachten Plätzen und die Gastronomen.“



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