3,8 Millionen Gäste: Schausteller melden Einbußen

Weniger Besucher auf dem Bremer Freimarkt

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Der Bremer Freimarkt 2016.

Bremen. Und Schluss ... die Karussells werden abgebaut, die Bürgerweide aufgeräumt. Der 981. Bremer Freimarkt ist Geschichte. Am Sonntag zogen Schausteller und Polizei schon mal eine erste vorläufige Bilanz.

Demnach haben laut Rudolf Robrahn, Vorsitzender des Schaustellerverbands, rund 3,8 Millionen Besucher die aktuelle Auflage des viertgrößten deutschen Volksfestes besucht. Und das waren 200 000 weniger als im Vorjahr. Robrahn macht dafür vor allem den Termin verantwortlich. Die Herstferien endeten mit Beginn des Freimarkts. Wie jedes Jahr zog „Bremens fünfte Jahreszeit“ jede Menge Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland an. Die Bremer Touristik-Zentrale sprach von 100 Reisebussen je Freimarktswochenende.

Das neue Sicherheitskonzept wird vorwiegend positiv bewertet. Laut Robrahn hat es eine veränderte Wegführung verursacht. Davon wiederum habe einige Schausteller profitiert, andere buchten hingegen das Volksfest unter „Nullrunde“.

Laut Polizei „greift das neue Sicherheitskonzept“. Der Einsatz des Ordnungsdienstes habe sich bewährt, die Verstöße gegen die Marktordnung seien deutlich zurückgegangen. Und auch die Zahl der Straftaten sei im Vergleich zu den Vorjahren merklich gesunken. Demgegenüber zählte die Polizei deutlich mehr Verkehrsverstöße als in den Jahren zuvor. „Der Freimarkt bedeutete trotzdem viel Arbeit“, sagte eine Polizeisprecherin. „Diebstähle und Schlägereien, Jugendschutzkontrollen, vermisste Kinder und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz prägten das Bild.“

Und: „Viele Menschen nahmen die Straßenverkehrsordnung nur als Angebot und nicht als Gesetz wahr“, fuhr die Sprecherin fort. Anders sei die Zahl von knapp 3 000 Verkehrsverstößen nicht zu erklären. „Insbesondere an den ,Familientagen’ wurde teilweise kreuz und quer geparkt.“

Alle Infos zum Freimarkt bei freimarktlife.de 

Zum Freimarktsfinale öffneten die Einzelhändler in der Innenstadt ihre Geschäfte. Und der „verkaufsoffene Sonntag“ erfüllte die Erwartungen. Corinna Boetzel von der City-Initiative sprach von „einer tollen Stimmung, gut gefüllten Passagen und proppenvolle Läden“. Viele Bremer und Buten-Bremer haben womöglich den Tag genutzt, um in den fünf Sonntagsstunden erste Weihnachtsgeschenke zu kaufen. „Das Wochenende war der Start in die Herbst- und Wintersaison“, so Boetzel.

Glamour, Glitzer und G-Kräfte

Der nächste Freimarkt kommt bestimmt. Der Termin steht längst fest – die 982. Auflage läuft vom 13. bis 29. Oktober 2017. Nach dem Fest ist vor dem Fest.

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