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Honda CR-Z Hybrid und Honda Insight Hybrid - Fahrbericht

Honda CR-Z und Insight: Als Gärtner im Cockpit …

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Hybrid-Technik ist voll im Trend und soll Autos umweltfreundlich machen. Redakteurin Katrin Baseran ist die Hybrid-Versionen von Honda CR-Z und dem Insight gefahren.

© Hersteller

Honda CR-Z

Ich gebe es zu, ich hatte noch nie einen grünen Daumen. Dass sich das aber nicht nur auf die heimische Flora beschränkt, hätte ich nie gedacht. Denn auch beim Fahren der Hybrid-Versionen von Honda, dem CR-Z und dem Insight, wäre ein Gespür für Grünes angebracht.

Honda CR-Z

Motor: Vierzylinder-Reihenmotor Elektromotor Hubraum: 1 497 Kubikzentimeter Leistung (gesamt): 91 kw/124 PS
Verbrauch (kombiniert): 7 l/100 km
CO2-Emission: 117 g/km Beschleunigung 0-100 km/h: 9,9 sec
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Tankvolumen: 40 Liter
Preis: ab 21 990 Euro

Bei beiden nämlich geht es um umweltfreundliches Fahren und das Züchten von Gewächsen, was im Display mit Animationen von wachsenden Pflänzchen belohnt wird. Ist das Fahrverhalten und damit der Emmissionsausstoß umweltverträglich, wachsen neue Blätter. Wird man zum Umweltferkel, verdörren diese. Und damit nicht genug: Zusätzlich leuchtet das gesamte Cockpit je nach Kraftstoffverbrauch in Grün, in warnendem Blau oder in teuflischem Rot.

Grünes Fahren im Honda-Hybrid beginnt jedenfalls im Kopf. Doch der will sich bei mir partout nicht mit meinem Fuß koordinieren. „Mama, du fährst ja schon wieder blau“, ermahnt mich die Tochter und tatsächlich leuchtet mein Fonds im Honda Insight in schönstem Azur. Ärgerlich, ich will es doch in Öko- Grün. Zu gern drückt mein Fuß – sagen wir ambitioniert – auf das Gaspedal. Also, runter vom Gas und ab in den Schleichmodus. Schon ist die Welt für den Honda in grüner Ordnung, und das Display nimmt die Farbe einer Frühlingswiese an. Das sorgt ohne Zweifel für ein gewisses Maß an Zufriedenheit beim Fahrer – wenn man das Hupen der genervten Hintermänner zu überhören weiß.

© HondaGrünes Hightech: Die unterschiedliche Farbe im Cockpit signalisiert dem Piloten, ob er die Umwelt schont. Im CR-Z kann er zwischen den Modi wählen

Aber nicht lange: „Du bist ein Umweltsünder“, vermittelt mir der Insight immer wieder. Meine virtuellen Blümchen im Display verwelken – eines nach dem anderen. Auch im CR-Z, dem weitaus sportlicheren Hybrid-Honda, wiederholt sich das Spiel. Dabei vermittelt dieses Modell im Vergleich zum Insight zumindest nach außen hin einen attraktiveren Auftritt. Er ist schnittig, seine Keilform findet sicher Anhänger gerade beim jüngeren Publikum. So lobt auch der Nachwuchs: „Tolles Teil – innen wie außen.“

Honda Hybrid CR-Z

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Doch der CR-Z erweist sich als ein wahres Schaf im Wolfspelz. Auch dieser Japaner schleicht dahin – zumindest immer dann, wenn man bestrebt ist, grün zu fahren. Drei Knöpfe links vom Lenkrad lassen jedoch den Fahrer zwischen den Modi Eco, Normal und Sport wählen. Immerhin kann man im CR-Z also auch den Wolf rauslassen. Umgestellt in den Sportmodus, geht er ordentlich ab, lässt die Konkurrenz an der Ampel alt aussehen und tatsächlich kommt dann richtig Fahrfreude auf. Doch die Quittung folgt auf dem Fuß: Alles leuchtet rot, und der Verbrauch schießt in schwindelerregende Höhe. Was mit meinen Blümchen passiert, kann man sich denken …

Der neue Honda Insight

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Im Inneren fällt bei beiden Hybriden die geteilte Heckscheibe auf. Die Gewöhnung fällt nicht leicht, denn auch, wenn die freie Sicht auf den Hintermann nicht grundsätzlich getrübt ist, so hat er doch immer einen Balken über der Augenpartie. Geschmackssache. Die Rundumsicht ist bisweilen etwas schwierig, vor allem beim Abbiegen im rechten Winkel versperrt die dicke B-Säule die Sicht auf eventuell heranbrausende Radfahrer. Als Fahrer empfiehlt sich hier eine starke Halsmuskulatur, um der Herausforderung gerecht zu werden.

Fazit: Wenn es ein Hybrid von Honda sein muss, dann eher der CR-Z. Er sorgt gelegentlich für Fahrfreude, schont bei entsprechendem Verhalten vor allem die Umwelt. Den Insight gibt es in der Höchstmotorisierung mit schlanken 88 PS. Doch wie schon gesagt: Hybrid fahren beginnt im Kopf.

KATRIN BASARAN

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